Das Wichtigste in Kürze
- Unsere Empfehlung ist recruiting.ki: Die Plattform verwaltet Kandidaten nicht nur, sondern gewinnt sie selbst über Kampagnen auf Facebook und Instagram, antwortet jedem Bewerber sofort per WhatsApp und Telefon und qualifiziert per KI-Interview vor, mit Pipeline, Talentpool und White-Label-Kundenportal. Kunden kommen auf Werte ab rund 3 € pro Bewerbung.
- Ein Recruiting-CRM pflegt Beziehungen zu Kandidaten über einzelne Stellen hinaus: Talentpools, Wiedervorlagen, Newsletter und automatisierte Ansprache. Agentur-CRMs verwalten zusätzlich Kunden, Aufträge und Vermittlungen.
- Unter den klassischen Agentur-CRMs sind Recruit CRM (deutsche Oberfläche, ab ca. 95 US-Dollar pro Nutzer), Bullhorn (ab 85 € pro Nutzer) und für Executive Search Ezekia stark. Für Lohn und Zeiterfassung in der Arbeitnehmerüberlassung kommen zvoove oder HR4YOU dazu, recruiting.ki bindet sich per Schnittstelle an.
- Für interne Recruiting-Teams passen neben recruiting.ki Talention (Server in Deutschland), Teamtailor oder im Konzern Avature.
- Kostenlos geht es mit Zoho Recruit (Forever Free, eine aktive Stelle), HubSpot Free CRM (zwei Nutzer, Daten in den USA) oder Odoo. JOIN bietet Neukunden seit Mitte 2026 keinen Gratis-Tarif mehr.
Inhalt
- 1.Überblick
- 2.Was ist ein Recruiting-CRM?
- 3.Wichtige Funktionen
- 4.Talentpool im ATS oder CRM?
- 5.Platz 1: recruiting.ki
- 6.Für Personalvermittler
- 7.Für Zeitarbeit
- 8.Für interne HR-Teams
- 9.Günstig und kostenlos
- 10.Kostenlose Optionen im Check
- 11.Entscheidungshilfe
- 12.KI-Funktionen
- 13.Kosten
- 14.Wechsel und Migration
- 15.DSGVO und AI Act
- 16.Fazit
- 17.Methodik
- 18.Häufige Fragen
- 19.Quellen
Die besten Recruiting-CRM-Systeme 2026 im Überblick
Platz 1 belegt recruiting.ki, weil es als Plattform Bewerber gewinnt, vorqualifiziert und verwaltet. Die übrigen Systeme sind nach Einsatzzweck sortiert, denn ein CRM für eine Personalberatung muss etwas anderes leisten als eines für einen Personaldienstleister mit 300 Zeitarbeitskräften oder für ein internes HR-Team.
| System | Am besten für | Preis | Kostenlos testen | DACH und Hosting |
|---|---|---|---|---|
| recruiting.ki (unser Produkt) | Bewerber gewinnen, vorqualifizieren und verwalten | Einrichtung, danach nutzungsbasiert | kostenlose Demo | deutschsprachig, Schnittstellen zu bestehenden Systemen wie HR4YOU; Hosting: EU |
| Recruit CRM | kleine und mittlere Personalvermittlungen | ab ca. 95 $ pro Nutzer | 30 Tage kostenlos | deutsche Oberfläche, Chrome-Erweiterung für LinkedIn und XING; Hosting: AWS, Region nicht veröffentlicht |
| Bullhorn | größere Personaldienstleister und Gruppen | ab 85 € pro Nutzer | nur Demo | Bullhorn GmbH in Frankfurt, Oberfläche laut Anbieter auf Deutsch; Hosting: Region nicht veröffentlicht |
| Ezekia | Executive Search und Personalberatung | auf Anfrage | 30 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte | deutsche Oberfläche; Hosting: Großbritannien und EU |
| zvoove | Zeitarbeit mit kompletter AÜG-Abbildung | auf Anfrage | nur Demo | deutscher Anbieter, AÜG inkl. Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer; Hosting: nicht veröffentlicht |
| HR4YOU | Recruiting und Zeitarbeit, modular | auf Anfrage | nur Demo | deutscher Anbieter, Zeiterfassung, Equal Pay und Bruttolohn für die Zeitarbeit; Hosting: KI-Daten auf Servern in Deutschland, ISO 27001 |
| Talention | interne Teams mit Talentpool und Events | auf Anfrage | kostenlose Demo mit allen Funktionen | deutscher Anbieter aus Wuppertal; Hosting: Deutschland |
| Teamtailor | Arbeitgebermarke und Talentpool für KMU | auf Anfrage | nur Demo | StepStone, XING und BA als Premium-Integrationen; Hosting: EU (vor allem AWS Irland) |
| Avature | Konzerne mit globalem Recruiting | auf Anfrage | nur Demo | international, auf Konzerne ausgerichtet; Hosting: nicht veröffentlicht |
| Zoho Recruit | kostenloser Einstieg mit EU-Hosting | kostenlos, sonst ab 25 € pro Nutzer | Free-Plan; Bezahlpläne 15 Tage testbar | keine Anbindung an StepStone, XING oder BA; Hosting: EU (Amsterdam, Dublin) |
| HubSpot Free CRM | Solo-Recruiter, die vor allem Kunden pflegen | kostenlos (2 Nutzer) | dauerhaft kostenlos | kein ATS: keine Karriereseite, keine Stellenveröffentlichung; Hosting: USA (für reine Free-Nutzer) |
Preise laut Anbieter-Websites, Stand 18.10.2026, netto. Recruit CRM zeigt je nach Land unterschiedliche Preise. „Auf Anfrage“ heißt: kein öffentlicher Listenpreis.
Was ist ein Recruiting-CRM?
Ein Recruiting-CRM (Candidate Relationship Management) ist eine Software, mit der Recruiter Beziehungen zu Kandidaten langfristig aufbauen und pflegen, unabhängig von einer konkreten offenen Stelle. Es speichert Profile, Gesprächsverläufe und Notizen, organisiert Talentpools und automatisiert die Ansprache per E-Mail, LinkedIn oder Messenger.
In Agenturen hat das CRM eine zweite Seite: die Kunden. Ein Agentur-CRM verwaltet Ansprechpartner bei Unternehmen, Aufträge, Angebote und Vermittlungen und verbindet beides. Ein Kandidat wird einem Auftrag zugeordnet, vorgestellt und platziert, und das System weiß, welcher Umsatz zu welchem Kunden gehört.
Der Begriff wird unscharf verwendet. Viele Anbieter verkaufen „ATS und CRM“ in einem Produkt, andere nennen ihren Talentpool CRM. Der Unterschied zum Bewerbermanagementsystem (ATS) liegt in der Blickrichtung:
| Merkmal | Recruiting-CRM | ATS (Bewerbermanagementsystem) |
|---|---|---|
| Zweck | Beziehungen zu Kandidaten (und Kunden) langfristig pflegen | Bewerbungen auf offene Stellen strukturiert abarbeiten |
| Ausgangspunkt | der Mensch, unabhängig von einer Stelle | die Stelle mit ihrem Bewerbungsprozess |
| Kandidaten | auch passive Talente, frühere Bewerber, Kontakte aus dem Sourcing | aktive Bewerber |
| Typische Funktionen | Talentpools, Tags, Sequenzen, Newsletter, Kunden und Aufträge | Stellenanzeigen, Multiposting, Pipeline, Interviewplanung, Absagen, Löschfristen |
| Zeithorizont | Monate bis Jahre | Wochen bis zur Besetzung |
| Typische Nutzer | Personalberater, Personalvermittler, Talent-Acquisition-Teams | HR-Abteilungen, Personaldienstleister, Fachbereiche |
In der Praxis brauchst du meist beides. Personalvermittler arbeiten fast immer mit einem kombinierten Agentursystem. Unternehmen starten meist mit einem ATS und ergänzen ein CRM, sobald sie regelmäßig dieselben Profile suchen. Den ATS-Markt vergleichen wir im ATS-Vergleich 2026.
Welche Funktionen ein Recruiting-CRM 2026 braucht
Diese Funktionen trennen 2026 ein gutes Recruiting-CRM von einer besseren Kontaktliste:
- Talentpools mit Tags und Suche: Kandidaten nach Skills, Ort, Verfügbarkeit und Gehalt filtern, Dubletten erkennen, frühere Kontakte wiederfinden.
- Automatisierte Ansprache: Sequenzen per E-Mail, LinkedIn, SMS oder WhatsApp mit Wiedervorlagen, ohne dass jemand an jedes Follow-up denken muss.
- Kunden und Aufträge (für Agenturen): Ansprechpartner, Mandate, Angebote, Vorstellungen und Platzierungen mit Umsatz in einem System.
- Sourcing-Erweiterung: Profile aus LinkedIn oder XING per Browser-Erweiterung übernehmen, inklusive Hinweis, ob die Person schon im System ist.
- Integrationen: E-Mail und Kalender (Outlook, Google), LinkedIn Recruiter System Connect, Telefonie, Jobbörsen und Schnittstellen zu Lohn- und HR-Software.
- Reporting: Platzierungen, Umsatz pro Recruiter, Antwortquoten von Sequenzen und Time-to-Fill.
- DSGVO-Werkzeuge: Einwilligungen mit Datum dokumentieren, Löschfristen automatisch überwachen, Auskunftsersuchen beantworten.
- KI mit Kontrolle: Profil-Zusammenfassungen, Matching und Gesprächsnotizen sparen Zeit. Entscheidend ist, dass ein Mensch die Auswahl trifft und die KI-Funktionen dokumentiert sind.
- DACH-Tauglichkeit: deutsche Oberfläche, deutscher Support, Anbindung an StepStone, XING, Indeed und die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Hosting in der EU.
Reicht der Talentpool im ATS?
Viele Bewerbermanagementsysteme haben inzwischen einen Talentpool, und für viele Unternehmen reicht das. Ein eigenes Recruiting-CRM lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Du sprichst regelmäßig passive Kandidaten an, die sich nie beworben haben, und willst das mit Sequenzen automatisieren.
- Du willst Talentpools mit Newslettern, Events oder Hochschulkontakten aktiv pflegen.
- Du bist Agentur und musst Kandidaten Kunden, Aufträgen und Umsätzen zuordnen.
- Dein ATS verwaltet Einwilligungen nicht mit Datum und Ablauf.
Ein integriertes Talent-CRM haben zum Beispiel Teamtailor und Talention. Welche Bewerbermanagementsysteme es sonst gibt, zeigt der ATS-Vergleich.
Platz 1: recruiting.ki, die Recruiting-Plattform, die Bewerber selbst gewinnt
Ein CRM ist nur so gut wie die Kandidaten, die darin landen. Genau hier liegt der Unterschied: Klassische Recruiting-CRMs verwalten Kontakte, die du schon hast. recruiting.ki gewinnt neue Bewerber selbst, spricht jeden sofort an, qualifiziert per KI vor und führt alle Kandidaten in Pipeline und Talentpool. Deshalb steht unser eigenes Produkt auf Platz 1.
recruiting.ki
Unser ProduktAm besten für: Personalvermittler, Personaldienstleister und Unternehmen, die mehr passende Bewerber wollen und sie in einem System gewinnen, vorqualifizieren und verwalten
- Preis
- Einmalige Einrichtung, danach nutzungsbasiert. Keine Lizenz pro Nutzer, kein Abo, keine Provision pro Einstellung.
- Kostenlos testen
- Kostenlose Demo an einer deiner offenen Stellen
recruiting.ki ist eine KI-Recruiting-Plattform mit integriertem Bewerbermanagement. Ein KI-Mitarbeiter, gesteuert per Chat, erstellt Anzeigen und Bewerbungsstrecken, schaltet Kampagnen auf Facebook und Instagram und veröffentlicht Stellen auf Jobportalen. Jeder Bewerber bekommt sofort eine Antwort per WhatsApp oder Telefon, das KI-Interview klärt rund um die Uhr und in über 20 Sprachen die wichtigsten Eckdaten. Du siehst alle Kandidaten mit einer Einschätzung in Pipeline und Talentpool und entscheidest selbst.
Für Agenturen gibt es White-Label mit eigenem Logo, eigenen Farben und eigener Domain sowie ein Kundenportal. Wer schon ein System nutzt, bindet recruiting.ki per Schnittstelle an, der Personaldienstleister erste reserve zum Beispiel an HR4YOU. Ergebnisse unserer Kunden: über 340 Bewerbungen auf vier Stellen bei einer Personalvermittlung, 187 Fernfahrer-Bewerbungen in sieben Wochen bei BEE FORCE und über 300 Bewerbungen für rund 5 € pro Bewerber bei erste reserve.
Stärken
- Gewinnt neue Bewerber selbst: Kampagnen auf Facebook und Instagram, Multiposting, KI-generierte Anzeigen und Bewerbungsstrecken
- Antwortet jedem Bewerber sofort per WhatsApp und Telefon, KI-Interviews rund um die Uhr in über 20 Sprachen
- Pipeline, Talentpool und Kandidatenprofile mit Einschätzung zu jedem Bewerber, die Entscheidung bleibt bei dir
- White-Label für Agenturen mit eigenem Logo, eigener Domain und Kundenportal
- Belegte Kundenergebnisse ab rund 3 € pro Bewerbung, Server in der EU, AVV inklusive
Grenzen
- Lohn, Zeiterfassung und Equal Pay für die Zeitarbeit laufen per Schnittstelle in deinem Spezialsystem, etwa HR4YOU
- Preise nicht öffentlich, Angebot nach dem Erstgespräch
- Einrichtung bis zu 10 Tage, inklusive Branding und Integrationen
| Kriterium | recruiting.ki | Klassisches Recruiting-CRM |
|---|---|---|
| Neue Bewerber gewinnen | eigene Kampagnen auf Facebook und Instagram, Multiposting, KI-generierte Anzeigen | verwaltet vorhandene Kontakte, Anzeigen kosten extra |
| Erstkontakt | sofort, rund um die Uhr per WhatsApp und Telefon | manuell oder per E-Mail-Sequenz |
| Vorqualifizierung | KI-Interview mit Einschätzung zu jedem Bewerber, in über 20 Sprachen | manuell durch Recruiter |
| Talentpool und Pipeline | integriert | integriert |
| Kundenportal für Agenturen | White-Label mit eigenem Logo und eigener Domain | je nach Anbieter und Paket |
| Preismodell | einmalige Einrichtung, danach nutzungsbasiert, kein Abo | Lizenz pro Nutzer und Monat, etwa 85 € bis 115 € bei Bullhorn |
| Lohn und Zeiterfassung (Zeitarbeit) | per Schnittstelle zu zvoove, HR4YOU und Co. | nur bei Branchenlösungen integriert |
„Wir nutzen recruiting.ki inzwischen seit einem längeren Zeitraum und haben damit wirklich Top-Ergebnisse erzielt: über 340 Bewerbungen auf vier Stellen. Die Kampagnen liefern super erfolgreich ab, die Plattform läuft technisch sauber und der Support ist bei jeder Frage hilfreich und sofort für einen da.“

Bernt Eisenhut
Leitender Personalvermittler, Personalvermittlung für mehrere Unternehmen
Recruiting-CRM für Personalvermittler und Headhunter
Personalvermittler und Personalberater brauchen ein System, das Kandidaten und Kunden zusammenführt. Diese drei Anbieter sind dafür gebaut.
Recruit CRM
Am besten für: kleine und mittlere Personalvermittlungen, die ein vollständiges Agentur-CRM mit deutscher Oberfläche wollen
- Preis
- ab ca. 95 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei Jahreszahlung (Standardliste; die Website zeigt je nach Land abweichende Preise)
- Kostenlos testen
- 30 Tage kostenlos
Recruit CRM verbindet Bewerbermanagement und Kunden-CRM für Agenturen, laut Anbieter bei über 2.000 Agenturen in mehr als 100 Ländern. Zum Funktionsumfang gehören Deal-Pipelines für die Kundenakquise, Sequenzen per E-Mail, LinkedIn und SMS, eine Chrome-Erweiterung für LinkedIn und XING, ein Portal für Hiring Manager sowie Portale für Freelancer und Kunden mit Zeiterfassung und Rechnungsstellung.
Bei der KI setzt Recruit CRM auf die Agenten-Reihe ARC: Gesprächsnotizen, automatische Datenpflege, Lebenslauf-Formatierung und Vorstellungstexte. Seit Oktober 2026 gibt es eine WhatsApp-Integration. Zusatzfunktionen wie KI-Sourcing, Datenanreicherung und Multiposting laufen über ein Credit-System, das je nach Plan unterschiedlich viele Credits enthält.
Stärken
- Deutsche Oberfläche, insgesamt 12 Sprachen wählbar
- Kandidaten, Kunden und Deals in einem System
- 30 Tage kostenlos testbar
- Portale für Kunden und Freelancer inklusive Zeiterfassung
Grenzen
- Hosting-Region nicht veröffentlicht
- Keine automatische Löschung nach Fristen dokumentiert
- Nutzer kritisieren in Bewertungen das Credit-System für Zusatzfunktionen
- Preise je nach Land unterschiedlich
Bullhorn
Am besten für: größere Personaldienstleister und internationale Gruppen mit Festanstellung, Zeitarbeit und Contracting
- Preis
- Starter 85 €, Core 115 € pro Nutzer und Monat; Pro und Max auf Anfrage. Einrichtung bei Starter, Core und Pro laut Anbieter kostenlos.
Bullhorn aus Boston ist seit 1999 am Markt und nach eigenen Angaben bei über 10.000 Kunden im Einsatz. In Deutschland sitzt die Bullhorn GmbH in Frankfurt. Seit Mai 2026 veröffentlicht Bullhorn erstmals Preise für kleinere Agenturen: Starter kostet 85 €, Core 115 € pro Nutzer und Monat, Pro und Max gibt es nur auf Anfrage.
Wichtig für den CRM-Vergleich: Die Vertriebs-Pipeline für die Kundenakquise beginnt laut Preisseite erst mit dem Pro-Paket, ebenso KI-Suche und Matching aus der KI-Reihe Amplify. Für sehr große Kunden gibt es eigene Pakete bis zum Komplettsystem vom Front- bis zum Back-Office sowie eine Variante auf Salesforce-Basis. Wer über einen Wechsel nachdenkt, findet die Optionen im Vergleich der Bullhorn-Alternativen.
Stärken
- Großes Ökosystem mit über 300 Partnern und LinkedIn-Anbindung (RSC)
- Deutsche Niederlassung, Oberfläche laut Anbieter auf Deutsch
- Öffentliche Euro-Preise für Starter und Core
- Skaliert bis zu sehr großen Personaldienstleistern
Grenzen
- Vertriebs-Pipeline und KI erst ab Pro, Preis dann auf Anfrage
- Keine kostenlose Testphase
- Nutzer nennen in Bewertungen häufig langsame Ladezeiten (G2)
- Hosting-Region für Kundendaten nicht veröffentlicht
Ezekia
Am besten für: Executive Search und Personalberatungen mit vertraulichen Mandaten
- Preis
- auf Anfrage, pro Nutzer, monatliche Abrechnung ohne Jahresbindung
- Kostenlos testen
- 30 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte
Ezekia aus London ist auf Executive Search spezialisiert und verbindet Business Development, CRM und Bewerbermanagement. Laut Anbieter arbeiten über 750 Suchfirmen damit. Ein Kundenportal, Dashboards für die Akquise, E-Mail-Sequenzen, eine Browser-Erweiterung zum Übernehmen von Profilen und die Integration in Outlook und Microsoft 365 gehören dazu.
Für die DACH-Region interessant: Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, die Daten liegen in Großbritannien und der EU, und Workflows löschen personenbezogene Daten automatisiert. Abgerechnet wird monatlich ohne Jahresbindung. KI-Funktionen wie eine Suche in normaler Sprache mit nachvollziehbarer Rangfolge und Anbindungen an KI-Assistenten über MCP sind integriert.
Stärken
- Auf Executive Search zugeschnitten, inklusive Kundenportal
- Deutsche Oberfläche, Daten in Großbritannien und der EU
- Monatlich kündbar, 30 Tage kostenlos testbar
- Automatisierte Löschworkflows für die DSGVO
Grenzen
- Keine Jobbörsen-Anbindung, für Volumen-Recruiting nicht gedacht
- Preise nicht öffentlich
- Für Zeitarbeit ohne passende Funktionen
Recruiting-CRM für Personaldienstleister mit Zeitarbeit
Wer Mitarbeiter in Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt, braucht mehr als ein CRM. Equal Pay, die Höchstüberlassungsdauer, Branchenzuschläge, Zeiterfassung, Lohn und Rechnungen müssen zusammenpassen. Deutsche Branchenlösungen bilden diese Regeln von Haus aus ab und verbinden sie mit Bewerbermanagement und Kundenverwaltung.
zvoove
Am besten für: Personaldienstleister mit Arbeitnehmerüberlassung, die Recruiting, Disposition und Lohn in einem System wollen
- Preis
- auf Anfrage; Pakete Basic, Professional und Professional Plus, Recruiting und Lohn ab Professional
zvoove ist aus dem Zusammenschluss deutscher Branchensoftware entstanden, darunter Landwehr. Das frühere Landwehr L1 führt zvoove heute als „zvoove für Personaldienstleister (ehemals L1)“. Laut Anbieter nutzen über 6.500 Kunden die Lösungen, neben Zeitarbeit auch Gebäudereinigung und Sicherheitsdienste.
Die Stärke liegt in der deutschen Arbeitnehmerüberlassung: Der Tarif bildet laut zvoove alle AÜG-Regeln ab, inklusive Equal Pay, Höchstüberlassungsdauer und Branchenzuschlägen. Die Disposition berechnet Equal Pay und Überlassungsdauer pro Tag und Kunde und warnt rechtzeitig. Dazu kommen Zeiterfassung per Terminal, App oder Portal, Lohnabrechnung mit DEÜV-Meldungen und Rechnungen inklusive XRechnung und ZUGFeRD. Das Modul zvoove Recruit veröffentlicht Stellen in bis zu 200 Jobbörsen, mit direkten Schnittstellen zu Indeed, StepStone und der Bundesagentur für Arbeit.
Stärken
- Komplette AÜG-Abbildung mit Warnungen zu Equal Pay und Überlassungsdauer
- Recruiting, Disposition, Zeiterfassung, Lohn und Rechnung aus einer Hand
- Direkte Schnittstellen zu Indeed, StepStone und BA
- KI-Agenten für Bewerbungen und Termine per WhatsApp (Cockpit X)
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- Recruiting und Lohn erst ab dem Paket Professional
- Auf Zeitarbeit ausgerichtet, für reine Personalvermittlung oft mehr System als nötig
- Hosting-Ort nicht veröffentlicht
HR4YOU
Am besten für: Personaldienstleister, die Recruiting und Zeitarbeit modular aufbauen wollen
- Preis
- auf Anfrage, monatliche Miete je Modul
HR4YOU ist seit 2000 am Markt und richtet sich zuerst an Personaldienstleister, daneben an HR-Abteilungen von Unternehmen. Die Software wird modular gemietet. Für die Zeitarbeit gibt es Zeiterfassung mit Portal für externe Mitarbeiter, Bruttolohnbuchhaltung inklusive Tarifen, automatisch aktualisierte Branchentarife, automatisch greifende Equal-Pay-Bedingungen und Fakturierung. Die Nettolohnabrechnung läuft über einen Export an ein externes Lohnprogramm.
Im Recruiting bietet HR4YOU Lebenslauf-Parsing, Multichanneling mit Partnern wie StepStone, eine Erweiterung fürs Active Sourcing, WhatsApp und E-Signatur. KI-Assistenten für Stellenanzeigen und E-Mails sowie eine intelligente Suche laufen laut Anbieter auf eigenen Servern in Deutschland. HR4YOU ist unter anderem nach ISO 27001 zertifiziert.
Stärken
- Equal Pay und Branchentarife automatisch
- Modular: nur die Bausteine, die du brauchst
- KI-Daten auf Servern in Deutschland, mehrere ISO-Zertifikate
- Schnittstelle für externe Bewerberquellen, zum Beispiel recruiting.ki (siehe Kundenstimme unten)
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- Nettolohn über ein externes Programm
- Kein öffentlicher Testzugang
Talent-CRM für interne Recruiting-Teams
Unternehmen nutzen ein Recruiting-CRM vor allem, um Talentpools aufzubauen: frühere Bewerber, Messekontakte, Werkstudenten, die später übernommen werden sollen, oder Fachkräfte, die heute noch nicht wechseln wollen. Diese drei Systeme decken das ab, vom Mittelständler bis zum Konzern.
Talention
Am besten für: Unternehmen, die Talentpools, Newsletter und Hochschulmarketing mit Servern in Deutschland betreiben wollen
- Preis
- auf Anfrage (Starter, Professional, Enterprise); 12 Monate Mindestlaufzeit
- Kostenlos testen
- kostenlose Demo mit allen Funktionen
Talention aus Wuppertal ist eine Recruitment-Marketing-Software mit drei Bausteinen: CRM, Bewerbermanagement und Onboarding. Im CRM baust du Talentpools mit Suche, Filtern, Historie und Aufgaben auf, verschickst Job-Newsletter und Event-Einladungen direkt aus dem System und organisierst Events und Hochschulmessen samt Registrierung. Kontakte aus sozialen Netzwerken übernimmst du laut Anbieter mit einem Klick in den Talentpool.
Die Server stehen in Deutschland, laut Anbieter setzen über 200 Unternehmen Talention ein. Preise gibt es auf Anfrage in den Varianten Starter, Professional und Enterprise. Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate, gekündigt wird drei Monate vor Ablauf.
Stärken
- Talentpool, Newsletter und Events in einem System
- Server in Deutschland
- Kostenlose Demo mit allen Funktionen
- Bewerbermanagement und Onboarding aus derselben Plattform
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- 12 Monate Mindestlaufzeit mit automatischer Verlängerung
- KI-Funktionen werden auf der Website nicht genannt
Teamtailor
Am besten für: kleine und mittlere Unternehmen, die Arbeitgebermarke, Karriereseite und Talentpool verbinden wollen
- Preis
- auf Anfrage; Stellen und Nutzer unbegrenzt
Teamtailor aus Stockholm verbindet Bewerbermanagement, Karriereseite und CRM. Laut Anbieter nutzen über 13.000 Unternehmen das System, vor allem kleine und mittlere. Stellen und Nutzer sind unbegrenzt. Die KI-Funktionen (Co-pilot) mit Lebenslauf-Zusammenfassungen, Screening-Hilfe und Anzeigenentwürfen sind enthalten, ebenso Interviewplanung, CRM und über 450 Integrationen.
Kostenlos angebunden sind Google for Jobs, Indeed und LinkedIn Basic Jobs. StepStone, XING und die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sind dagegen Premium-Integrationen. Die Daten von EU-Kunden liegen vor allem bei AWS in Irland.
Stärken
- Starke Karriereseiten für die Arbeitgebermarke
- Unbegrenzte Stellen und Nutzer
- KI-Funktionen im Preis enthalten
- Hosting in der EU
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- StepStone, XING und BA nur als Premium-Integration
- Für Agenturen mit Kundenverwaltung nicht gedacht
Avature
Am besten für: Konzerne mit globalem Recruiting, eigenen Events und hohen Anforderungen an Anpassbarkeit
- Preis
- auf Anfrage
Avature ist eine Talent-Acquisition-Plattform für Großunternehmen. Sie umfasst CRM und Bewerbermanagement, Karriereseiten, Mitarbeiterempfehlungen, Interviewplanung und Event-Management sowie Module für Onboarding, interne Mobilität und Nachfolgeplanung. Im Gartner Magic Quadrant für Talent-Acquisition-Suites 2026 ist Avature laut eigener Angabe zum zweiten Mal in Folge als Leader eingestuft.
Die KI-Funktionen umfassen semantisches Matching, Copiloten und Workflow-Agenten. Laut Anbieter lassen sie sich auf Funktionsebene ein- und ausschalten. Das hilft, wenn Betriebsrat und Datenschutz jede KI-Funktion einzeln freigeben wollen. Preise veröffentlicht Avature nicht.
Stärken
- Sehr umfangreich: CRM, ATS, Events, Empfehlungen, interne Mobilität
- KI-Funktionen einzeln steuerbar
- Leader im Gartner Magic Quadrant 2026
Grenzen
- Auf Großunternehmen ausgerichtet
- Preise nicht öffentlich
- Hosting-Standort nicht veröffentlicht
Günstig und kostenlos: Recruiting-CRM ohne großes Budget
Wer allein oder im kleinen Team startet, will nicht gleich vierstellige Jahresbeträge ausgeben. Diese beiden Optionen kosten nichts, haben aber klare Grenzen.
Zoho Recruit
Am besten für: Einsteiger und kleine Teams, die kostenlos starten und später günstig wachsen wollen
- Preis
- Forever Free für eine aktive Stelle; Bezahlpläne ab 25 € pro Nutzer und Monat bei Jahreszahlung (30 € monatlich)
- Kostenlos testen
- Free-Plan; Bezahlpläne 15 Tage testbar
Zoho Recruit gibt es in zwei Editionen: für Personalagenturen und für interne HR-Abteilungen. Der Forever-Free-Plan erlaubt eine aktive Stelle pro Recruiter-Lizenz mit Kandidatenverwaltung, E-Mail und Interviewplanung, bei bis zu 5.000 Datensätzen. Karriereseite, Premium-Jobbörsen und KI gibt es erst in den Bezahlplänen ab 25 € pro Nutzer und Monat bei Jahreszahlung. In der Agentur-Edition kostet Professional 50 € und Enterprise 75 €, ein Kundenportal gibt es als Zusatz.
Die Daten liegen in Zohos EU-Rechenzentren in Amsterdam und Dublin. Seit Juli 2026 lässt sich Zoho Recruit an LinkedIn Recruiter System Connect anbinden. Die größte Schwäche für den deutschen Markt: Unter den unterstützten Jobbörsen fehlen StepStone, XING und die Bundesagentur für Arbeit.
Stärken
- Echter Gratis-Plan ohne Zeitlimit
- Günstige Bezahlpläne ohne Vertragsbindung
- EU-Rechenzentren
- Agentur-Edition mit Kundenportal
Grenzen
- Free-Plan nur mit einer aktiven Stelle und 5.000 Datensätzen
- Keine Anbindung an StepStone, XING und BA
- Deutsche Oberfläche nicht ausdrücklich dokumentiert
HubSpot Free CRM
Am besten für: Solo-Recruiter und Gründer, die vor allem Kundenkontakte kostenlos ordnen wollen
- Preis
- kostenlos für bis zu 2 Nutzer und 1.000 Kontakte
- Kostenlos testen
- dauerhaft kostenlos
HubSpot ist kein Recruiting-CRM, wird aber oft als kostenloser Behelf genutzt, vor allem von Einzelpersonen, die in erster Linie Kundenkontakte pflegen. Der kostenlose Plan erlaubt bis zu zwei Nutzer und 1.000 Kontakte sowie 2.000 E-Mails pro Monat mit HubSpot-Branding.
Was fehlt: Karriereseite, Stellenanzeigen, Bewerbungsformulare und Pipelines nach Kandidatenlogik. Wichtig für den Datenschutz: Wer nur kostenlose HubSpot-Produkte nutzt, bekommt laut HubSpot ein Rechenzentrum in den USA zugewiesen. Für Bewerberdaten ist das ein Punkt, den du mit deinem Datenschutzbeauftragten klären solltest.
Stärken
- Dauerhaft kostenlos
- Vollwertiges Vertriebs-CRM für die Kundenseite
- Viele Integrationen
Grenzen
- Keine Recruiting-Funktionen wie Karriereseite oder Bewerbermanagement
- Nur 2 Nutzer und 1.000 Kontakte im Gratis-Plan
- Daten von Free-Nutzern liegen in den USA
Kostenlose Recruiting-CRM: Was gratis wirklich geht
Ein komplett kostenloses Recruiting-CRM für Personaldienstleister, das deutsche Jobbörsen, Zeiterfassung und automatische Löschfristen abdeckt, gibt es 2026 nicht. Diese Gratis-Optionen sind trotzdem einen Blick wert:
| Option | Was kostenlos ist | Grenzen | Datenstandort |
|---|---|---|---|
| Zoho Recruit Forever Free | Kandidatenverwaltung, E-Mail, Interviewplanung | 1 aktive Stelle pro Recruiter-Lizenz, 5.000 Datensätze, keine Karriereseite | EU |
| HubSpot Free CRM | Kontakte, Deals, E-Mails | 2 Nutzer, 1.000 Kontakte, keine Recruiting-Funktionen | USA |
| Odoo Recruitment | komplette Recruiting-App, Nutzer unbegrenzt | nur solange es die einzige App ist; keine Anbindung an StepStone, XING oder BA | EU |
| Breezy HR Bootstrap | Karriereseite, Jobbörsen, DSGVO-Werkzeuge | 1 aktive Stelle, nur Kandidaten der letzten 30 Tage, keine Automatisierung | nicht veröffentlicht |
| OpenCATS | Open-Source-ATS mit CRM-Funktionen, 2026 wieder aktiv gepflegt | selbst hosten; Updates, Sicherheit und Datenschutz liegen bei dir | eigener Server |
| Airtable oder Notion | Vorlagen für Bewerber-Tracking | Datensatz- bzw. Block-Limits, keine Recruiting-Logik | EU nur im Enterprise-Tarif |
JOIN hat seinen Gratis-Tarif für Neukunden zwischen April und Juni 2026 durch eine 14-tägige Testphase ersetzt. Freshteam von Freshworks wird laut Branchenberichten eingestellt, Verlängerungen sind seit März 2026 nicht mehr möglich.
Wann kostenlos teuer wird
- Jobbörsen kosten trotzdem: Eine StepStone-Anzeige im Pro-Paket kostet laut StepStone ab 1.449 € für 30 Tage. Kostenlos sind nur organische Kanäle wie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit oder unbezahlte Indeed-Anzeigen.
- Datenschutz: Gratis-Tarife liegen oft in den USA oder bieten keine automatischen Löschfristen. Dann löschst du von Hand, und jede vergessene Frist ist ein Datenschutzverstoß.
- Limits: Eine aktive Stelle oder 1.000 Kontakte reichen für den Test, nicht für den Betrieb. Spätestens beim zweiten Recruiter oder dritten Kunden steht ein Umzug samt Datenmigration an.
- Zeit: Selbst gehostete Software wie OpenCATS spart Lizenzkosten, kostet aber Updates, Backups und Sicherheitsarbeit. Ohne IT im Team ist das selten günstiger.
Welches Recruiting-CRM passt zu dir?
Fünf Fragen bringen dich schnell zur richtigen Kategorie:
- Woher kommen deine Kandidaten? Wenn zu wenige passende Bewerbungen ankommen, verbessert ein neues CRM die Zahlen nicht. Dann ist recruiting.ki die richtige Wahl, weil es Bewerber selbst gewinnt und per KI vorqualifiziert.
- Was ist dein Geschäftsmodell? Personalberatung und Executive Search: Ezekia oder Recruit CRM. Personalvermittlung: Recruit CRM oder Bullhorn. Zeitarbeit mit eigenen Mitarbeitern: zvoove oder HR4YOU. Internes Recruiting: Talention, Teamtailor oder Avature.
- Wie groß ist dein Team? Allein oder zu zweit reichen Zoho Recruit oder Recruit CRM. Mit vielen Recruitern an mehreren Standorten lohnt der Blick auf Bullhorn, zvoove oder im Konzern Avature.
- Wie wichtig sind deutsche Jobbörsen? Wenn du Stellen bei StepStone, XING oder der Bundesagentur veröffentlichst, prüfe die Anbindung vor dem Kauf. Viele internationale Systeme bieten sie nur über Multiposting-Partner oder gar nicht.
- Wo müssen die Daten liegen? Server in Deutschland hat zum Beispiel Talention, EU-Rechenzentren nutzen Zoho Recruit, Teamtailor und Ezekia. US-Hosting ist mit Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln möglich, aber erklärungsbedürftig, gerade gegenüber Kunden aus Industrie und öffentlichem Sektor.
KI im Recruiting-CRM: Was 2026 wirklich hilft
Fast jedes System in diesem Vergleich hat 2026 KI-Funktionen. Die Unterschiede liegen im Detail:
- Gesprächsnotizen und Datenpflege: Recruit CRM (ARC) erstellt Notizen, pflegt Felder und formatiert Lebensläufe. Das spart vor allem nach Telefonaten Zeit.
- Suche und Matching: Bullhorn bietet KI-Suche und Matching ab dem Paket Pro, Ezekia sucht in normaler Sprache mit nachvollziehbarer Rangfolge, Zoho Recruit matcht mit Zia ab Professional.
- Agenten für Ansprache und Termine: Bullhorn Max setzt digitale Mitarbeiter für Screening, Ansprache und Terminplanung ein, zvoove kümmert sich per WhatsApp-Agenten um Bewerbungen und Termine.
- Steuerbarkeit: Bei Avature lassen sich KI-Funktionen laut Anbieter einzeln ein- und ausschalten, wichtig für Betriebsrat und Datenschutz.
Achte auf zwei Dinge: Viele KI-Funktionen kosten extra, über Credits oder höhere Pakete. Und KI, die Kandidaten bewertet oder auswählt, fällt unter die Hochrisiko-Regeln des EU AI Act. Die Entscheidung muss beim Menschen bleiben.
Was kostet ein Recruiting-CRM?
Die meisten Agentur-CRMs rechnen pro Nutzer und Monat ab, Talent-CRMs für Unternehmen oft pauschal nach Unternehmensgröße. Die öffentlich genannten Einstiegspreise liegen 2026 zwischen 0 € (Zoho Recruit Free) und 115 € pro Nutzer und Monat (Bullhorn Core). Ein Rechenbeispiel für ein Team mit fünf Recruitern, nur Lizenzen:
| System und Plan | Preis pro Nutzer und Monat | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| Zoho Recruit Standard | 25 € | 1.500 € |
| Zoho Recruit Professional (Agentur-Edition) | 50 € | 3.000 € |
| Recruit CRM (Standardliste) | ca. 95 US-Dollar | ca. 5.700 US-Dollar |
| Bullhorn Core | 115 € | 6.900 € |
Netto, ohne Einrichtung, Datenmigration, Zusatzmodule, KI- oder Daten-Credits und Stellenanzeigen. Zoho und Recruit CRM bei Jahreszahlung; Bullhorn nennt auf der Preisseite keine Abrechnungsperiode.
Dazu kommen typische Nebenkosten: Einrichtung und Schulung (bei Bullhorn für Starter, Core und Pro laut Anbieter kostenlos), Datenmigration (oft nach Datenmenge berechnet), Credits für KI, Sourcing und Kontaktdaten sowie Stellenanzeigen. Bei Branchenlösungen für die Zeitarbeit sind Lohn und Zeiterfassung oft Teil des Pakets. Ihre Preise lassen sich deshalb nicht direkt mit reinen CRMs vergleichen.
Ob sich ein System rechnet, entscheidet bei Agenturen die Zahl der zusätzlichen Vermittlungen und die gesparte Zeit. Entscheidender als der Lizenzpreis ist deshalb, ob dein Team das System wirklich nutzt. Teste mit echten Daten und echten Aufträgen, nicht mit der Demo-Umgebung des Anbieters.
Vom alten System ins neue CRM
Wer schon ein System nutzt, sollte den Wechsel planen: Kündigungsfristen prüfen, Daten strukturiert exportieren, nur übernehmen, was noch gespeichert werden darf, einen AVV mit dem neuen Anbieter schließen und Einwilligungen mit Datum mitnehmen. Seit September 2025 hilft dabei der EU Data Act: Cloud-Anbieter müssen einen Wechsel mit höchstens zwei Monaten Vorlauf ermöglichen und mindestens 30 Tage für den Datenabruf geben. Eine ausführliche Checkliste steht bei den Bullhorn-Alternativen.
DSGVO und AI Act: Darauf musst du beim Recruiting-CRM achten
Ein Recruiting-CRM speichert besonders viele personenbezogene Daten, oft über Jahre. Kläre in Deutschland deshalb vor dem Kauf diese Punkte:
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Der Anbieter verarbeitet Daten in deinem Auftrag. Ohne AVV nach Art. 28 DSGVO darfst du das System nicht mit echten Bewerberdaten befüllen.
- Hosting und Drittlandtransfer: Liegen die Daten außerhalb der EU, brauchst du eine Grundlage für die Übermittlung, etwa die Zertifizierung des Anbieters unter dem EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln. Mehrere Anbieter in diesem Vergleich veröffentlichen ihre Hosting-Region gar nicht. Frag nach, bevor du unterschreibst.
- Talentpool nur mit Einwilligung: Wer Kandidaten nach einer Absage im Pool behalten will, braucht ihre informierte Einwilligung. Das berechtigte Interesse reicht für einen dauerhaften Talentpool nach Auffassung von Datenschützern nicht. Gute CRMs speichern die Einwilligung mit Datum und erinnern vor Ablauf.
- Löschfristen: Daten abgelehnter Bewerber löschst du spätestens sechs Monate nach der Absage. Die Frist ergibt sich aus zwei Monaten für Ansprüche nach § 15 Abs. 4 AGG plus drei Monaten Klagefrist nach § 61b ArbGG. Manche Systeme automatisieren das, bei anderen löschst du von Hand.
- Active Sourcing: Für Profile aus LinkedIn oder XING gilt die Informationspflicht nach Art. 14 DSGVO spätestens mit der ersten Nachricht. Wie das in der Praxis geht, steht in unserer LinkedIn-Recruiter-Anleitung.
- KI-Funktionen: KI, die Kandidaten filtert oder bewertet, gilt nach dem EU AI Act als Hochrisiko-System. Die Pflichten dafür gelten nach der Verschiebung durch das Digital-Omnibus-Paket ab dem 2. Dezember 2027. Unabhängig davon gilt Art. 22 DSGVO: Keine Absage darf ausschließlich automatisiert entstehen. Lass dir vom Anbieter dokumentieren, was die KI tut und wie Menschen eingreifen.
- Betriebsrat: Führt ein Unternehmen ein System ein, mit dem sich Verhalten oder Leistung der Nutzer auswerten lässt, hat der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitzubestimmen. Plane das früh ein.
Wie recruiting.ki diese Anforderungen umsetzt, beschreiben die Beiträge zur DSGVO-Konformität und zum EU AI Act.
Fazit: Erst Bewerber gewinnen, dann verwalten
Jedes System in diesem Vergleich hat seine Stärken: zvoove und HR4YOU für Lohn und Zeitarbeit, Ezekia für Executive Search, Zoho Recruit für den kostenlosen Einstieg. Den größten Hebel hat aber, wer zuerst das eigentliche Problem löst: zu wenige passende Bewerber. Hier liegt recruiting.ki vorn, weil es Bewerber selbst gewinnt, sofort anspricht, per KI vorqualifiziert und in Pipeline und Talentpool führt. Bestehende Systeme lassen sich per Schnittstelle anbinden.
„Als Personaldienstleister mit fünf Niederlassungen brauchen wir konstant Bewerber für gewerbliche Stellen. Mit recruiting.ki haben wir seit Juli über 300 Bewerbungen für Produktions- und Lagerstellen bekommen, zu rund 5 Euro pro Bewerber. Entscheidend für uns: Die Bewerber landen über die Schnittstelle direkt in unserem HR4YOU, ohne dass jemand etwas abtippen muss. Damit ist Social Recruiting bei uns vom Projekt zum laufenden Prozess geworden.“

Nicholas Vogt
Marketing und Recruiting Koordinator, erste reserve personalservice GmbH
Mehr für Agenturen: recruiting.ki für Personaldienstleister und Agenturen. Wie die Übergabe an bestehende Systeme funktioniert, beschreibt der Beitrag zur ATS-Integration.
So haben wir verglichen
Platz 1 belegt recruiting.ki als unser eigenes Produkt, weil es Bewerber gewinnt, vorqualifiziert und verwaltet und damit das häufigste Problem von Agenturen und HR-Teams löst. Für die übrigen Plätze haben wir über 30 Recruiting-Systeme gesichtet und die zehn ausgewählt, die in ihrer Kategorie für den deutschsprachigen Markt am relevantesten sind. Grundlage sind öffentlich zugängliche Informationen: Preisseiten, Produktdokumentationen, Hilfebereiche, Datenschutz- und Sicherheitsseiten sowie Pressemitteilungen der Anbieter, abgerufen am 18. Oktober 2026. Nutzerbewertungen von G2 und Capterra haben wir als Hinweis auf wiederkehrende Stärken und Schwächen gelesen, nicht als Rangliste.
Bewertet haben wir nach sieben Kriterien: Funktionsumfang für den jeweiligen Einsatzzweck, Bedienbarkeit, Preis und Vertragsmodell, DACH-Tauglichkeit (deutsche Oberfläche, deutsche Jobbörsen), Datenschutz und Hosting, KI-Funktionen sowie Integrationen. Wir haben die Systeme nicht selbst im Produktivbetrieb getestet. Wo Angaben fehlen oder unklar sind, steht das ausdrücklich dabei.
Eingeflossen sind außerdem Erfahrungen aus der Arbeit mit Personaldienstleistern und Agenturen, die recruiting.ki an ihre bestehenden Systeme anbinden. Bezahlte Platzierungen gibt es nicht. Du hast eine Korrektur oder einen neueren Stand? Schreib uns an [email protected].
Häufige Fragen
Was ist das beste Recruiting-CRM 2026?
Unsere Empfehlung ist recruiting.ki, unser eigenes Produkt: Es verwaltet Kandidaten in Pipeline und Talentpool und gewinnt zusätzlich neue Bewerber über Social Ads, spricht sie sofort per WhatsApp und Telefon an und qualifiziert per KI vor. Unter den klassischen CRMs sind Recruit CRM, Bullhorn und für Executive Search Ezekia stark, für die Zeitarbeit zvoove und HR4YOU.
Was ist ein Recruiting-CRM?
Ein Recruiting-CRM ist eine Software, mit der Recruiter Beziehungen zu Kandidaten langfristig pflegen, unabhängig von einer offenen Stelle: Profile, Gesprächsverläufe, Talentpools und automatisierte Ansprache. Agentur-CRMs verwalten zusätzlich Kunden, Aufträge und Vermittlungen.
Was ist der Unterschied zwischen Recruiting-CRM und ATS?
Ein ATS arbeitet Bewerbungen auf offene Stellen ab, von der Anzeige bis zur Zu- oder Absage. Ein CRM pflegt Beziehungen über einzelne Stellen hinaus, auch zu passiven Kandidaten. Viele Agentursysteme kombinieren beides, Unternehmen nutzen oft ein ATS mit Talentpool.
Brauche ich ein CRM, wenn ich schon ein ATS habe?
Nicht unbedingt. Hat dein ATS einen Talentpool mit Einwilligungsverwaltung und guter Suche, reicht das vielen Unternehmen. Ein eigenes CRM lohnt sich, wenn du regelmäßig passive Kandidaten ansprichst, Newsletter oder Events nutzt oder als Agentur Kunden und Aufträge verwalten musst.
Welches CRM ist das beste für Personalvermittler?
Wenn neue Bewerber der Engpass sind, recruiting.ki: Personalvermittler nutzen es mit eigenem Branding, Kundenportal und KI-Vorqualifizierung, eine Personalvermittlung kam damit auf über 340 Bewerbungen für vier Stellen. Als reines Agentur-CRM ist Recruit CRM mit deutscher Oberfläche stark, für größere Gruppen Bullhorn, für Executive Search Ezekia und für die Zeitarbeit zvoove oder HR4YOU.
Was kostet ein Recruiting-CRM?
Öffentliche Einstiegspreise liegen 2026 zwischen 0 € (Zoho Recruit Free) und 115 € pro Nutzer und Monat (Bullhorn Core). Recruit CRM startet bei rund 95 US-Dollar pro Nutzer. recruiting.ki rechnet ohne Lizenz pro Nutzer ab: einmalige Einrichtung, danach nutzungsbasiert. Branchenlösungen für die Zeitarbeit und Talent-CRMs für Konzerne gibt es nur auf Anfrage.
Gibt es ein kostenloses Recruiting-CRM?
Ja, mit Einschränkungen. Zoho Recruit hat einen dauerhaft kostenlosen Plan für eine aktive Stelle, Odoo Recruitment ist kostenlos, solange es die einzige App ist, und HubSpot Free CRM erlaubt zwei Nutzer und 1.000 Kontakte. Ein Gratis-System mit deutschen Jobbörsen und Zeitarbeitsfunktionen gibt es nicht.
Ist HubSpot als Recruiting-CRM für Headhunter geeignet?
Für die Kundenseite ja, für Kandidaten nur eingeschränkt. HubSpot Free bietet keine Karriereseite, kein Bewerbermanagement und keine Löschfristen für Bewerberdaten. Außerdem liegen die Daten reiner Free-Nutzer laut HubSpot in den USA. Für Bewerberdaten ist ein Recruiting-System mit EU-Hosting meist die bessere Wahl.
Wie lange darf ich Kandidaten im Talentpool speichern?
Ohne Einwilligung nur so lange, wie es das konkrete Verfahren erfordert, nach einer Absage in der Regel bis zu sechs Monate. Für einen längeren Verbleib im Talentpool brauchst du eine informierte Einwilligung. Lege dafür eine feste Dauer fest und frage die Einwilligung danach erneut ab.
Welches Recruiting-CRM ist DSGVO-konform?
DSGVO-Konformität hängt von der Nutzung ab, nicht nur vom System. Achte auf AVV, Hosting in der EU oder eine saubere Grundlage für den Drittlandtransfer, Einwilligungsverwaltung und automatische Löschfristen. Server in Deutschland nutzt zum Beispiel Talention, EU-Rechenzentren unter anderem Zoho Recruit, Teamtailor und Ezekia.
Wie lange dauert die Einführung eines Recruiting-CRM?
Kleine Teams arbeiten mit Systemen wie Zoho Recruit oder Recruit CRM oft schon nach wenigen Tagen. Bei Bullhorn berichten G2-Nutzer im Schnitt von zwei Monaten bis zur vollständigen Einführung. Projekte mit Datenmigration, Schnittstellen und Betriebsrat dauern entsprechend länger.
Kann ich ein Recruiting-CRM mit LinkedIn verbinden?
Ja. Viele Systeme haben eine Browser-Erweiterung, mit der du Profile übernimmst, etwa Recruit CRM für LinkedIn und XING. Die offizielle Anbindung an LinkedIn Recruiter heißt Recruiter System Connect; Bullhorn gehört dazu, Zoho Recruit seit Juli 2026. Mit Recruiter Lite funktioniert sie nicht.
Quellen
Stand der Angaben: Oktober 2026. Preise und Funktionen ändern sich; maßgeblich sind die aktuellen Angaben der Anbieter.
- Recruit CRM: Preise
- Bullhorn: Preise Deutschland
- Ezekia: Pricing
- zvoove: Pakete für Personaldienstleister
- HR4YOU: Software für Arbeitnehmerüberlassung
- Talention: Preise
- Teamtailor: Preise
- Avature: Talent Acquisition Suite
- Zoho Recruit: Preise
- HubSpot: CRM-Preise
- Odoo: Preise und One App Free
- Breezy HR: Pricing
- OpenCATS auf GitHub
- Recruit CRM: KI-Agenten ARC
- Bullhorn: Pakete und Funktionen
- Ezekia: FAQ (Sprachen, DSGVO)
- zvoove: Disposition mit Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer
- zvoove: zvoove Recruit
- HR4YOU: KI in HR4YOU
- Talention: Candidate Relationship Management
- Teamtailor: Integration Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
- Zoho: Rechenzentren
- Zoho Recruit: Neuerungen
- HubSpot: EU-Rechenzentrum
- JOIN: Preise
- People Matters: Freshworks stellt Freshteam ein
- StepStone: Stellenanzeige aufgeben
- G2: Bullhorn und Recruiterflow im Vergleich
- Art. 28 DSGVO: Auftragsverarbeiter
- Art. 22 DSGVO: Automatisierte Entscheidungen
- Dr. Datenschutz: Active Sourcing und Talentpools
- § 15 AGG: Entschädigung und Schadensersatz
- § 61b ArbGG: Klage wegen Benachteiligung
- § 87 BetrVG: Mitbestimmungsrechte
- Gibson Dunn: EU AI Act Omnibus, verschobene Hochrisiko-Fristen
