Das Wichtigste in Kürze
- Unsere Empfehlung ist recruiting.ki: Bewerbermanagement, das Bewerber selbst gewinnt. Die Plattform schaltet Kampagnen auf Facebook und Instagram, antwortet jedem Bewerber sofort per WhatsApp und Telefon, qualifiziert per KI-Interview in über 20 Sprachen vor und führt alle Kandidaten mit Einschätzung in einer Pipeline.
- Ein ATS (Applicant Tracking System, auf Deutsch Bewerbermanagementsystem) bündelt Stellenanzeigen, Bewerbungen, Kommunikation und Auswahl in einem System und kümmert sich um Löschfristen und Nachvollziehbarkeit.
- Unter den klassischen ATS sind im Mittelstand softgarden (ab 199 € pro Monat, Server in Deutschland) und Personio (wenn auch die HR-Verwaltung ins System soll) stark, bei großen Bewerbermengen d.vinci (ab 785 € pro Monat).
- Für kleine Unternehmen mit wenigen Stellen ist JOIN am transparentesten (ab 17 € pro Stelle und Monat), für Personaldienstleister zvoove und HR4YOU, für internationale Agenturgruppen Bullhorn.
- Prüfe vor dem Kauf drei Dinge: Anbindung an die Jobbörse der Bundesagentur, StepStone und XING, Hosting in der EU mit AVV und automatische Löschung sechs Monate nach der Absage.
Inhalt
- 1.Überblick
- 2.Was ist ein ATS?
- 3.Brauche ich ein ATS?
- 4.Auswahlkriterien
- 5.Platz 1: recruiting.ki
- 6.ATS für Unternehmen
- 7.ATS für Agenturen
- 8.Weitere Anbieter
- 9.Nach Unternehmensgröße
- 10.Kosten
- 11.Kostenlose ATS
- 12.KI und EU AI Act
- 13.Auswahl in 6 Schritten
- 14.Fragen für die Demo
- 15.Fazit
- 16.Methodik
- 17.Häufige Fragen
- 18.Quellen
Die 12 besten ATS 2026 im Überblick
Platz 1 belegt recruiting.ki, weil es Bewerber gewinnt, vorqualifiziert und verwaltet. Danach folgen acht klassische Systeme für Unternehmen und drei für Personaldienstleister und Agenturen, alle im deutschsprachigen Markt relevant.
| System | Am besten für | Preis | Kostenlos testen | Jobbörsen, DACH und Hosting |
|---|---|---|---|---|
| recruiting.ki (unser Produkt) | Bewerber gewinnen, vorqualifizieren und verwalten | Einrichtung, danach nutzungsbasiert | kostenlose Demo | Social Ads, Multiposting, Schnittstellen zu bestehenden Systemen; Hosting: EU |
| Personio | Mittelstand mit HR und Recruiting in einem System | auf Anfrage (Zusatz-App) | nur Demo | deutscher Anbieter, BA-Veröffentlichung kostenlos, StepStone kostenpflichtig; Hosting: AWS Frankfurt (laut Datenschutzhinweisen), ISO 27001 |
| softgarden | Mittelstand mit Fokus auf Reichweite | ab 199 € pro Monat | Testzugang über Demo | über 1.200 Jobbörsen, bis zu 4 davon kostenlos; BA per Schnittstelle; Hosting: Deutschland |
| d.vinci | große Bewerbermengen, viele Nutzer | ab 785 € pro Monat | nur Demo | Schnittstellen zu BA, StepStone und Indeed; Hosting: Hamburg, ISO 27001 |
| rexx systems | HR-Suite, auch On-Premise | auf Anfrage | nur Demo | über 800 Jobbörsen, StepStone-Schnittstelle seit 11/2025; Hosting: Deutschland und Schweiz, Cloud oder On-Premise |
| JOIN | kleine Unternehmen mit wenigen Stellen | ab 17 € pro Stelle | 14 Tage kostenlos (bis 5 Stellen) | kostenlose Veröffentlichung bei BA, Indeed, XING und Google for Jobs; Hosting: EU (Google Cloud Belgien) |
| Recruitee | wachsende Teams mit EU-Hosting | auf Anfrage | 18 Tage kostenlos | StepStone, XING und BA in allen Plänen anbindbar; Hosting: EU (Frankfurt, Berlin) |
| onlyfy | zusätzliche Reichweite über XING | ab 150 € pro Monat | 14 Tage kostenlos | XING-Profilvorschläge, Anbieter aus Hamburg (New Work SE); Hosting: nicht veröffentlicht |
| SmartRecruiters | Konzerne, SAP-Umfeld | ab 14.995 $ | nur Demo | seit 2025 Teil von SAP, Anbindung an StepStone, XING und BA; Hosting: laut Anbieter europäische Rechenzentren |
| zvoove | Zeitarbeit mit AÜG-Abbildung | auf Anfrage | nur Demo | deutscher Anbieter, AÜG inkl. Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer; Hosting: nicht veröffentlicht |
| HR4YOU | Personaldienstleister, modular | auf Anfrage | nur Demo | deutscher Anbieter, Zeiterfassung, Equal Pay und Bruttolohn für die Zeitarbeit; Hosting: KI-Daten auf Servern in Deutschland, ISO 27001 |
| Bullhorn | internationale Personaldienstleister | ab 85 € pro Nutzer | nur Demo | Bullhorn GmbH in Frankfurt, Oberfläche laut Anbieter auf Deutsch; Hosting: Region nicht veröffentlicht |
Preise laut Anbieter-Websites, Stand 18.10.2026, netto. „Auf Anfrage“ heißt: kein öffentlicher Listenpreis.
Was ist ein ATS (Bewerbermanagementsystem)?
Ein ATS (Applicant Tracking System) ist eine Software, die den Bewerbungsprozess von der Stellenanzeige bis zur Zu- oder Absage abbildet. Auf Deutsch heißt es meist Bewerbermanagementsystem oder Bewerbermanagement-Software. Es veröffentlicht Stellen auf der Karriereseite und in Jobbörsen, sammelt Bewerbungen an einem Ort, steuert Kommunikation und Interviewtermine, bindet Fachbereiche in die Auswahl ein und löscht Daten nach Fristablauf.
Ein ATS denkt in Stellen, ein Recruiting-CRM in Beziehungen. Für Unternehmen ist das ATS fast immer der erste Baustein. Agenturen brauchen meist ein kombiniertes System mit Kunden-CRM.
Die sechs Typen von Bewerbermanagementsystemen
- KI-Recruiting-Plattform mit Bewerbermanagement: gewinnt Bewerber selbst über Kampagnen, qualifiziert per KI vor und verwaltet sie, etwa recruiting.ki.
- HR-Suite mit Recruiting-Modul: Recruiting ist ein Baustein neben Personalakte, Abwesenheiten und Lohn, etwa bei Personio oder rexx systems.
- Eigenständiges ATS für den Mittelstand: auf Bewerbermanagement spezialisiert, mit Schnittstellen zur HR-Software, etwa softgarden, d.vinci, JOIN, Recruitee oder onlyfy.
- Enterprise-Talent-Acquisition: für Konzerne mit globalen Prozessen, etwa SmartRecruiters, das heute zu SAP gehört.
- Agentur-ATS mit CRM: verbindet Kandidaten mit Kunden und Aufträgen, etwa Bullhorn.
- Branchenlösung für die Zeitarbeit: Bewerbermanagement plus Disposition, Zeiterfassung, Lohn und AÜG-Regeln, etwa zvoove oder HR4YOU.
Brauchst du überhaupt ein ATS?
Für zwei oder drei Stellen im Jahr reichen E-Mail-Postfach und Tabelle oft aus. Spätestens wenn mehrere Personen an der Auswahl beteiligt sind, regelmäßig Stellen offen sind oder du die Löschfristen nicht mehr von Hand überblickst, lohnt ein ATS. Bewerbungen in persönlichen Postfächern und Tabellen sind außerdem ein Datenschutzrisiko: Ohne Löschkonzept bleiben Daten oft jahrelang liegen.
Ein guter Einstieg für kleine Betriebe ist ein System mit Preis pro Stelle wie JOIN. Damit zahlst du nur, solange wirklich eine Stelle offen ist.
Worauf es bei einem ATS in Deutschland ankommt
Internationale Vergleiche bewerten vor allem Bedienung und KI. Für den deutschen Markt entscheiden zusätzlich diese Punkte:
- Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit: Die Veröffentlichung ist kostenlos und für viele Stellen ein wichtiger Kanal. Prüfe, ob das ATS per Schnittstelle (HR-BA-XML) veröffentlicht, ob du dafür einen eigenen Kooperationsvertrag mit der BA brauchst und ob auch der Vermittlungsauftrag unterstützt wird.
- StepStone, XING und Indeed: Bei vielen internationalen Systemen laufen diese nur über kostenpflichtige Partner oder gar nicht. Workable etwa listet keine BA-Anbindung, Greenhouse bindet StepStone nur über einen Partner an.
- Mobile Bewerbung ohne Hürden: ein Formular, das in wenigen Minuten ausgefüllt ist, ohne Pflicht-Anschreiben, Lebenslauf optional. Gerade gewerbliche Bewerber steigen bei langen Formularen aus.
- Löschfristen und Einwilligungen: automatische Löschung oder Anonymisierung sechs Monate nach der Absage, Einwilligung für den Talentpool mit Datum.
- Hosting und AVV: Server in der EU oder in Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag, Liste der Unterauftragnehmer.
- Integrationen: HR-Software und Lohn (zum Beispiel DATEV oder Personio), Kalender, Videointerviews, LinkedIn Recruiter System Connect.
- KI-Funktionen: Welche gibt es, wie werden sie abgerechnet (oft über Credits), und wie dokumentiert der Anbieter sie für den EU AI Act?
- Fachbereiche und Betriebsrat: kostenlose Logins für Führungskräfte, ein Rechtekonzept und Protokollierung. In Unternehmen mit Betriebsrat ist die Einführung mitbestimmungspflichtig.
- Preismodell und Laufzeit: pro Stelle, pro Nutzer, nach Mitarbeiterzahl oder pauschal, dazu Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist.
Platz 1: recruiting.ki, das Bewerbermanagement, das Bewerber selbst gewinnt
Die meisten Bewerbermanagementsysteme beginnen erst zu arbeiten, wenn eine Bewerbung da ist. recruiting.ki setzt einen Schritt früher an: Die Plattform gewinnt Bewerber selbst, antwortet jedem sofort, qualifiziert per KI vor und führt alle Kandidaten in einer Pipeline mit Einschätzung. Deshalb steht unser eigenes Produkt auf Platz 1.
recruiting.ki
Unser ProduktAm besten für: Unternehmen und Agenturen, bei denen zu wenige passende Bewerbungen ankommen, besonders für gewerbliche Stellen, Pflege, Logistik und Handwerk
- Preis
- Einmalige Einrichtung, danach nutzungsbasiert. Keine Lizenz pro Nutzer, kein Abo, keine Provision pro Einstellung.
- Kostenlos testen
- Kostenlose Demo an einer deiner offenen Stellen
recruiting.ki verbindet Bewerbergewinnung und Bewerbermanagement. Die KI erstellt Stellenanzeigen und mobile Bewerbungsstrecken, schaltet sie als Kampagnen auf Facebook und Instagram und veröffentlicht sie auf Jobportalen. Bewerber schicken eine Kurzbewerbung vom Handy und bekommen sofort eine Antwort per WhatsApp oder Telefon. Das KI-Interview klärt rund um die Uhr und in über 20 Sprachen Qualifikation, Verfügbarkeit und Eckdaten.
Im Dashboard siehst du alle Bewerber mit einer Einschätzung, planst Termine über Google Calendar oder Outlook und entscheidest selbst, wen du einlädst. Die Server stehen in der EU, ein AVV ist inklusive. Wer schon ein ATS oder eine HR-Software nutzt, bindet recruiting.ki per Schnittstelle an. Ergebnisse unserer Kunden: 27 Bewerber in einer Woche für unter 5 € pro Bewerber beim Hotel Terrassenhof, 6 Bewerber in den ersten 10 Stunden bei DPS Deutsche Prüfservice.
Stärken
- Gewinnt neue Bewerber selbst: Kampagnen auf Facebook und Instagram, Multiposting, KI-generierte Anzeigen und Bewerbungsstrecken
- Antwortet jedem Bewerber sofort per WhatsApp und Telefon, KI-Interviews rund um die Uhr in über 20 Sprachen
- Pipeline, Talentpool und Kandidatenprofile mit Einschätzung zu jedem Bewerber, die Entscheidung bleibt bei dir
- White-Label für Agenturen mit eigenem Logo, eigener Domain und Kundenportal
- Belegte Kundenergebnisse ab rund 3 € pro Bewerbung, Server in der EU, AVV inklusive
Grenzen
- Lohn, Zeiterfassung und Equal Pay für die Zeitarbeit laufen per Schnittstelle in deinem Spezialsystem, etwa HR4YOU
- Preise nicht öffentlich, Angebot nach dem Erstgespräch
- Einrichtung bis zu 10 Tage, inklusive Branding und Integrationen
| Kriterium | recruiting.ki | Klassisches ATS |
|---|---|---|
| Stellenanzeigen | KI erstellt Anzeigen und Bewerbungsstrecken und schaltet sie als Social Ads | Veröffentlichung auf Karriereseite und Jobbörsen, Anzeigen meist extra |
| Reaktion auf neue Bewerbungen | sofort, rund um die Uhr per WhatsApp und Telefon | sobald jemand die Bewerbung sichtet |
| Vorqualifizierung | KI-Interview in über 20 Sprachen mit Einschätzung zu jedem Bewerber | Fragen im Formular, KI-Funktionen oft gegen Credits |
| Auswahl | du siehst alle Bewerber und entscheidest selbst | du siehst alle Bewerber und entscheidest selbst |
| Pipeline und Talentpool | integriert | integriert |
| Terminplanung | Google Calendar und Outlook | je nach System |
| Einrichtung | bis zu 10 Tage inklusive Branding | von wenigen Tagen bis zum Projekt mit Beratungspaket |
„Verblüffende Ergebnisse, was die Masse angeht! Aus unserer ersten Kampagne hatten wir schon in den ersten 10 Stunden 6 Bewerber, 48 Stunden später waren es über 30. Mittlerweile laufen bei uns 12 Kampagnen gleichzeitig, teilweise für Stellen, bei denen wir dachten, dass es schwer wird, überhaupt Interessenten zu finden! Besonders gut gefällt uns die Zusammenarbeit: Auf unsere Vorschläge und Bedürfnisse, etwa zu Systemanbindungen, wird eingegangen und es wird blitzschnell umgesetzt.“

Kevin Holt
Leiter der Personalabteilung, DPS Deutsche Prüfservice GmbH
ATS für Unternehmen
Acht klassische Systeme, vom Betrieb mit zwei offenen Stellen bis zum Konzern.
Personio
Am besten für: mittelständische Unternehmen, die Recruiting und HR-Verwaltung in einem System wollen
- Preis
- Recruiting als Zusatz-App zur HR-Software, Preis auf Anfrage; HR-Software ab 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat (ab 50 Mitarbeitenden)
Personio aus München ist eine HR-Suite, Recruiting ist eine kostenpflichtige Zusatz-App zur HR-Software. Laut Personio nutzen von rund 16.000 Kunden etwa 9.000 auch das Recruiting. Die App gibt es in den Paketen Small, Medium und Large mit 5, 25 oder unbegrenzt vielen veröffentlichten Stellen, Preise nennt Personio dafür nicht. Die HR-Software selbst startet bei 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat ab 50 Mitarbeitenden, mit Jahresvertrag und einmaliger Einrichtungsgebühr.
Karriereseiten, über 800 Kanäle für Stellenanzeigen und über 200 Integrationen gehören dazu. Die Veröffentlichung bei der Bundesagentur für Arbeit ist laut Personio kostenlos, StepStone kostenpflichtig. Ein KI-Agent für das Screening wird über KI-Credits abgerechnet. Im April 2026 hat Personio das KI-Start-up aurio für Sourcing und Screening übernommen.
Stärken
- Recruiting und Personalverwaltung in einer Plattform
- Kostenlose Veröffentlichung bei der BA
- Über 200 Integrationen
- Weit verbreitet im deutschen Mittelstand
Grenzen
- Recruiting nur zusammen mit der HR-Software, Preis auf Anfrage
- Jahresvertrag mit Einrichtungsgebühr
- KI-Screening über zusätzliche Credits
softgarden
Am besten für: Mittelständler, die viel Reichweite und Server in Deutschland wollen
- Preis
- Core ab 199 € pro Monat zzgl. MwSt.; All-in-One auf Anfrage
- Kostenlos testen
- Testzugang über Demo
softgarden aus Berlin ist eine Recruiting-Suite mit Bewerbermanagement, Karriereseite, Multiposting, Mitarbeiterempfehlungen, Arbeitgeberbewertungen und Onboarding. Laut Anbieter nutzen rund 1.900 Arbeitgeber das System, seit 2022 gehört softgarden zur polnischen Grupa Pracuj. Der Einstieg softgarden Core kostet ab 199 € pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, das All-in-One-Paket gibt es auf Anfrage.
Über 1.200 Jobbörsen sind angebunden, bis zu vier davon kostenlos, StepStone gehört dazu. Die Bundesagentur bindest du über HR-BA-XML an, dafür brauchst du einen Kooperationsvertrag mit der BA. Die Daten liegen in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland, und standardmäßig löscht oder anonymisiert softgarden Bewerberdaten sechs Monate nach Absage oder Einstellung. Dazu kommen KI-Assistenten für Interviews, Screening und Texte sowie KI-Matching.
Stärken
- Transparenter Einstiegspreis ab 199 € pro Monat
- Server in Deutschland, automatische Löschung nach 6 Monaten
- Über 1.200 Jobbörsen, bis zu 4 davon kostenlos
- Empfehlungsprogramm und Onboarding als Module
Grenzen
- Viele Zusatzmodule kosten extra
- BA-Anbindung braucht einen eigenen Kooperationsvertrag
- Vertragslaufzeit auf der Preisseite nicht genannt
d.vinci
Am besten für: größere Unternehmen mit vielen Bewerbungen, vielen Nutzern und eigenem Karriereportal
- Preis
- ab 785 € pro Monat, abhängig von der Unternehmensgröße; Nutzer und Stellen unbegrenzt, Workshops extra
d.vinci aus Hamburg ist ein Familienunternehmen und entwickelt seit 2000 Bewerbermanagement-Software, dazu Onboarding und einen Baukasten für Karriereseiten. Das Bewerbermanagement kostet ab 785 € pro Monat, abhängig von der Unternehmensgröße. Nutzer, Stellen und Onboardings sind unbegrenzt, Workshops werden zusätzlich berechnet.
Die Schnittstelle zur Bundesagentur unterstützt auch den Vermittlungsauftrag, in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Variante. Die Schnittstellen zu StepStone und Indeed kosten nichts, die Anzeigen selbst schon. Seit August 2025 ist WhatsApp angebunden. Die KI-Funktionen laufen auf EU-Servern und sind im Preis enthalten. Bemerkenswert: d.vinci stuft die eigene Recruiting-KI selbst als Hochrisiko-System nach dem EU AI Act ein.
Stärken
- Unbegrenzte Nutzer und Stellen
- BA-Schnittstelle inklusive Vermittlungsauftrag
- KI auf EU-Servern im Preis enthalten
- Rechenzentrum in Hamburg
Grenzen
- Hoher Einstiegspreis ab 785 € pro Monat
- Workshops kosten extra
- Für kleine Unternehmen meist zu groß
rexx systems
Am besten für: Unternehmen, die eine HR-Suite mit Recruiting wollen, wahlweise auch auf eigenen Servern
- Preis
- auf Anfrage; Starterpakete mit 32 Beratungs- und 8 Schulungsstunden
rexx systems aus Hamburg ist seit 2000 am Markt und gehört bis heute dem Gründer. Laut Anbieter nutzen über 3.000 Kunden die HR-Suite, ausgelegt für Unternehmen mit 100 bis 50.000 Mitarbeitenden. Preise gibt es auf Anfrage, die Starterpakete enthalten 32 Beratungs- und 8 Schulungsstunden.
Über 800 Jobbörsen sind angebunden, Multiposting und die Veröffentlichung bei der Bundesagentur sind laut Preisseite kostenlos. Seit November 2025 gibt es eine direkte StepStone-Schnittstelle, dazu XING und LinkedIn, Selbstbuchung von Interviews, WhatsApp und Videointerviews. Die KI-Funktion AI Hiring trifft eine anonymisierte Vorauswahl mit Ranking. Die Daten liegen in Rechenzentren in Deutschland und der Schweiz, in der Cloud oder auf eigenen Servern.
Stärken
- Cloud oder On-Premise
- Kostenloses Multiposting und BA-Veröffentlichung
- Direkte StepStone-Schnittstelle
- Rechenzentren in Deutschland und der Schweiz
Grenzen
- Keine öffentlichen Preise
- Einführung mit Beratungspaket, kein schneller Selbststart
- Nur Demo, kein Selbsttest
JOIN
Am besten für: kleine Unternehmen mit wenigen offenen Stellen, die transparent pro Stelle zahlen wollen
- Preis
- Standard 17 € pro Stelle und Monat bei Jahreszahlung (20 € monatlich), Advanced 34 €; Nutzer unbegrenzt
- Kostenlos testen
- 14 Tage kostenlos (bis 5 Stellen)
JOIN mit Sitz in der Schweiz und Büro in Berlin rechnet pro aktiver Stelle ab: Standard kostet 17 € pro Stelle und Monat bei Jahreszahlung oder 20 € monatlich, Advanced 34 €. Nutzer sind unbegrenzt, testen kannst du 14 Tage mit bis zu fünf Stellen. Laut Anbieter nutzen über 20.000 Unternehmen JOIN.
Die große Stärke ist die kostenlose Reichweite: Organisch veröffentlicht JOIN bei über zehn Jobbörsen, darunter Indeed, XING, die Jobbörse der Bundesagentur, LinkedIn Basic Jobs und Google for Jobs, auch ohne eigenes BA-Konto. Über 250 weitere Jobbörsen wie StepStone gibt es gegen Aufpreis. Wichtig: Den früheren Gratis-Tarif hat JOIN für Neukunden zwischen April und Juni 2026 durch die Testphase ersetzt.
Stärken
- Transparent: Preis pro Stelle, Nutzer unbegrenzt
- Kostenlose Veröffentlichung bei BA, Indeed, XING und Google for Jobs
- Schnell eingerichtet
- Hosting in der EU (Google Cloud in Belgien)
Grenzen
- Kein Gratis-Tarif mehr für Neukunden
- Schnittstelle (API) nur im Advanced-Plan
- Bei vielen gleichzeitigen Stellen schnell teurer als Pauschalmodelle
Recruitee
Am besten für: wachsende Unternehmen, die ein modernes ATS mit EU-Hosting und vielen Integrationen wollen
- Preis
- auf Anfrage, nach Mitarbeiterzahl; Jahreszahlung 20 Prozent günstiger
- Kostenlos testen
- 18 Tage kostenlos
Recruitee aus Amsterdam gehört zur Tellent-Gruppe und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Die Pläne Start, Advance und Optimize richten sich nach der Mitarbeiterzahl, Preise gibt es auf Anfrage. Bei Jahreszahlung gibt es 20 Prozent Rabatt bei einem Jahr Mindestlaufzeit, im Start-Plan sind fünf aktive Stellen enthalten. Testen kannst du 18 Tage.
StepStone und XING (mit eigenem Vertrag) sowie die Bundesagentur lassen sich laut Tellent in allen Plänen anbinden. Seit der Übernahme von FunnelBridge im Juli 2025 gibt es WhatsApp-Recruiting. KI-Assistenten für Screening und Matching werden über Credits abgerechnet. Die Daten bleiben in der EU, bei Google Cloud in Frankfurt und Berlin sowie bei AWS in Frankfurt.
Stärken
- Hosting in Deutschland
- StepStone, XING und BA in allen Plänen
- 18 Tage kostenlos testbar
- WhatsApp-Recruiting integriert
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- KI über zusätzliche Credits
- Start-Plan auf fünf aktive Stellen begrenzt
onlyfy
Am besten für: Unternehmen, die zusätzlich Kandidaten über XING finden wollen
- Preis
- Core ab 150 € pro Monat bei jährlicher Zahlung (1.799 € pro Jahr), Pro ab 217 €, Ultimate ab 317 €; 12 Monate Mindestlaufzeit
- Kostenlos testen
- 14 Tage kostenlos
onlyfy ist die Recruiting-Marke von XING, betrieben von der New Work SE in Hamburg. Das System entstand 2022 aus Prescreen und dem XING E-Recruiting. Core kostet ab 150 € pro Monat bei jährlicher Zahlung (1.799 € im Jahr) für fünf Stellen, Pro ab 217 € und Ultimate ab 317 €. Es gilt eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten mit drei Monaten Kündigungsfrist, der Jahresbetrag ist zu Vertragsbeginn fällig.
Die Besonderheit sind XING-Profilvorschläge direkt im System: im Pro-Plan 50 Einladungen pro Stelle und Monat, in Ultimate unbegrenzt. Dazu kommen über 900 Kanäle für Stellenanzeigen (gegen Aufpreis), WhatsApp, Videointerviews, eine Schnittstelle und Löschfristen. Die KI-Assistentin Mira liefert Auswertungen zum Recruiting. 14 Tage kostenlos testen ist möglich.
Stärken
- XING-Kandidatenvorschläge integriert
- Transparente Paketpreise
- 14 Tage kostenlos testbar
- WhatsApp und Videointerviews
Grenzen
- 12 Monate Laufzeit, Jahresbetrag im Voraus
- Anzeigen auf den über 900 Kanälen kosten extra
- Hosting-Ort nicht veröffentlicht
SmartRecruiters
Am besten für: Konzerne und Unternehmen im SAP-Umfeld mit hohem Bewerbungsvolumen
- Preis
- Essential ab 14.995 US-Dollar, weitere Pläne auf Anfrage
SmartRecruiters ist eine Talent-Acquisition-Plattform für Großunternehmen und Volumen-Recruiting. SAP hat das Unternehmen im September 2025 übernommen und ersetzt damit schrittweise das bisherige Recruiting-Modul von SAP SuccessFactors; Bestandskunden bekommen dafür laut Branchenberichten drei bis fünf Jahre Zeit. 2026 vermarktet SAP das Produkt als SmartRecruiters for SAP SuccessFactors, es bleibt aber auch mit anderen HR-Systemen nutzbar.
Der Einstiegsplan Essential beginnt bei 14.995 US-Dollar, weitere Pläne gibt es auf Anfrage. Über SmartDistribute sind StepStone (Deutschland und Österreich), XING und die Bundesagentur angebunden. Die KI Winston mit Companion, Chat und Match ist seit Juni 2025 verfügbar. Laut Anbieter stehen europäische Rechenzentren zur Verfügung.
Stärken
- Zukunftssicher im SAP-Umfeld
- StepStone, XING und BA angebunden
- Für hohe Volumen gebaut
- KI Winston integriert
Grenzen
- Hoher Einstiegspreis
- Keine Testphase
- Für Mittelständler meist zu groß
ATS für Personaldienstleister und Agenturen
Personaldienstleister brauchen neben dem Bewerbermanagement Kundenverwaltung und Disposition, bei Arbeitnehmerüberlassung auch Zeiterfassung, Lohn und die Regeln des AÜG. Diese drei Systeme decken das ab. Weitere Agentursysteme vergleichen wir im Recruiting-CRM-Vergleich.
zvoove
Am besten für: Personaldienstleister mit Arbeitnehmerüberlassung
- Preis
- auf Anfrage; Pakete Basic, Professional und Professional Plus, Recruiting und Lohn ab Professional
zvoove bündelt mehrere deutsche Branchenlösungen, darunter das frühere Landwehr L1, und kommt laut Anbieter auf über 6.500 Kunden. Für das Bewerbermanagement sorgt zvoove Recruit: Stellen gehen an bis zu 200 Jobbörsen, mit direkten Schnittstellen zu Indeed, StepStone und der Bundesagentur, dazu kommen ein Lebenslauf-Parser und WhatsApp als Zusatz.
Der Unterschied zu einem reinen ATS: Bewerber werden nach der Einstellung direkt in Disposition, Zeiterfassung und Lohn weitergeführt, inklusive Equal Pay, Höchstüberlassungsdauer und Branchenzuschlägen. KI-Agenten im Cockpit X kümmern sich per WhatsApp um Bewerbungen, Termine und Check-ins. Preise gibt es auf Anfrage, Recruit und Lohn sind ab dem Paket Professional enthalten.
Stärken
- Durchgehender Prozess von der Bewerbung bis zur Lohnabrechnung
- Direkte Schnittstellen zu Indeed, StepStone und BA
- AÜG-Regeln automatisch geprüft
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- Recruiting erst ab Paket Professional
- Für reine Personalvermittlung mehr System als nötig
HR4YOU
Am besten für: Personaldienstleister und Unternehmen, die Bewerbermanagement modular mieten wollen
- Preis
- auf Anfrage, monatliche Miete je Modul
HR4YOU richtet sich zuerst an Personaldienstleister, bietet seine Module aber auch Unternehmen an. Im Bewerbermanagement gehören Lebenslauf-Parsing, Multichanneling mit Partnern wie StepStone, index und kununu, eine Erweiterung fürs Active Sourcing, WhatsApp und E-Signatur dazu. Abgerechnet wird als monatliche Miete pro Modul, Preise gibt es auf Anfrage.
Für die Zeitarbeit lassen sich Zeiterfassung, Bruttolohnbuchhaltung mit automatischen Branchentarifen und Equal-Pay-Regeln sowie Fakturierung ergänzen. Die KI-Assistenten laufen laut Anbieter auf eigenen Servern in Deutschland. Externe Bewerberquellen lassen sich per Schnittstelle anbinden, so landen zum Beispiel Bewerber aus recruiting.ki direkt in HR4YOU.
Stärken
- Modular für Agenturen und Unternehmen
- KI-Daten in Deutschland, ISO 27001, 27018 und 27701
- Schnittstelle für externe Bewerberquellen
Grenzen
- Preise nur auf Anfrage
- Nettolohn nur über ein externes Programm
- Kein öffentlicher Testzugang
Bullhorn
Am besten für: internationale Personaldienstleister und Agenturgruppen
- Preis
- Starter 85 €, Core 115 € pro Nutzer und Monat; Pro und Max auf Anfrage. Einrichtung bei Starter, Core und Pro laut Anbieter kostenlos.
Bullhorn ist eines der größten Agentur-ATS weltweit, laut eigener Angabe bei über 10.000 Kunden. In Deutschland gibt es eine eigene GmbH in Frankfurt. Starter kostet 85 €, Core 115 € pro Nutzer und Monat, Pro und Max gibt es auf Anfrage. Core enthält unter anderem eigene Workflows, eine E-Mail-Seitenleiste und die LinkedIn-Anbindung über Recruiter System Connect.
Deutsche Jobbörsen bindet Bullhorn über Partner an, etwa Multiposting-Anbieter für den DACH-Raum. KI-Funktionen aus der Reihe Amplify gibt es ab Pro, digitale Mitarbeiter für Screening, Ansprache und Terminplanung ab Max. Ob sich ein Wechsel lohnt, zeigt unser Vergleich der Bullhorn-Alternativen.
Stärken
- Großes Partner-Ökosystem mit über 300 Integrationen
- Öffentliche Euro-Preise für Starter und Core
- LinkedIn-Anbindung ab Core
Grenzen
- KI erst ab Pro, Preis dann auf Anfrage
- Deutsche Jobbörsen nur über Partner
- Keine kostenlose Testphase
Weitere Bewerbermanagementsysteme im Überblick
Diese Systeme haben wir ebenfalls geprüft. Für bestimmte Fälle sind sie eine gute Wahl, in die Top 12 haben sie es nicht geschafft:
- BITE: Bewerbermanager aus Ulm mit Schwerpunkt öffentlicher Dienst, Hochschulen und Kliniken, eigene Server in Augsburg, BA-Schnittstelle inklusive Vermittlungsauftrag, Preise auf Anfrage.
- coveto: deutsches ATS aus Nidda mit Paketpreisen ab 119 € pro Monat (bis 100 Bewerber), Veröffentlichung bei BA, Indeed und Google for Jobs und Servern in Deutschland. Für Mittelständler, Arbeitsvermittlungen und Personaldienstleister mit überschaubarem Volumen.
- eRecruiter: österreichisches ATS aus Linz (norika-Gruppe mit karriere.at und hokify), ab 189 € pro Monat, die Veröffentlichung beim AMS ist inklusive. Erste Wahl für Unternehmen mit Schwerpunkt Österreich.
- concludis: heute Teil von Perbility, für Volumen-Recruiting in Konzernen, ausschließlich in deutschen Rechenzentren gehostet.
- Teamtailor: stark bei Karriereseiten und Arbeitgebermarke, mit integriertem Talent-CRM. Mehr dazu im Recruiting-CRM-Vergleich.
- Workable und Greenhouse: bekannte US-Systeme mit guter Bedienung, aber Schwächen bei deutschen Jobbörsen. Workable listet keine BA-Anbindung und hostet in den USA, Greenhouse bindet StepStone nur über einen kostenpflichtigen Partner an.
- Zoho Recruit und Odoo Recruitment: kostenlose Einstiegsoptionen, beide ohne Anbindung an StepStone, XING oder BA.
Welches ATS passt zu welchem Unternehmen?
| Situation | Passende Systeme | Worauf achten |
|---|---|---|
| Zu wenige passende Bewerbungen, egal welche Größe | recruiting.ki | Kampagnen, sofortige Antwort und KI-Vorqualifizierung in einem System |
| Betrieb mit wenigen offenen Stellen im Jahr | JOIN, coveto | Preis pro Stelle oder kleines Paket, kostenlose BA-Veröffentlichung |
| Mittelstand mit regelmäßigem Bedarf | softgarden, Recruitee, onlyfy | Reichweite, Löschfristen, Anbindung an die HR-Software |
| Unternehmen, das HR und Recruiting bündeln will | Personio, rexx systems | Recruiting als Modul der HR-Suite, Preis auf Anfrage |
| Großunternehmen mit vielen Bewerbungen | d.vinci, SmartRecruiters | unbegrenzte Nutzer, Volumen, SAP-Integration |
| Öffentlicher Dienst, Hochschulen, Kliniken | BITE | Vermittlungsauftrag bei der BA, eigene Server, Logins für Fachbereiche |
| Personaldienstleister mit Zeitarbeit | zvoove, HR4YOU | AÜG, Equal Pay, Lohn |
| Internationale Agenturgruppe | Bullhorn | Ökosystem und Partneranbindungen |
Was kostet ein Bewerbermanagementsystem?
Die Preismodelle unterscheiden sich stark. Vergleiche deshalb nie nur den Einstiegspreis, sondern die Kosten für deine Zahl an Stellen, Nutzern und Mitarbeitenden:
| Preismodell | Beispiel | Passt für |
|---|---|---|
| Pro aktiver Stelle | JOIN: 17 € pro Stelle und Monat (Jahreszahlung) | wenige Stellen, schwankender Bedarf |
| Paket nach Stellen oder Bewerbern | onlyfy: ab 150 € pro Monat für 5 Stellen; coveto: ab 119 € pro Monat bis 100 Bewerber | planbarer Bedarf im Mittelstand |
| Pauschal nach Unternehmensgröße | softgarden: ab 199 € pro Monat; d.vinci: ab 785 € pro Monat | viele Stellen und Nutzer |
| Pro Mitarbeitendem (HR-Suite) | Personio: HR-Software ab 7,60 € pro Mitarbeitendem, Recruiting als Zusatz-App | Unternehmen, die HR und Recruiting bündeln |
| Pro Nutzer (Agenturen) | Bullhorn: 85 € oder 115 € pro Nutzer und Monat | Personalvermittlungen und Personaldienstleister |
| Jahreslizenz (Enterprise) | SmartRecruiters: ab 14.995 US-Dollar | Konzerne |
Rechne außerdem mit Kosten, die in keinem Einstiegspreis stecken: Einrichtung und Workshops (etwa bei d.vinci und rexx), kostenpflichtige Stellenanzeigen (eine StepStone-Anzeige im Pro-Paket kostet ab 1.449 € für 30 Tage), KI-Credits (etwa bei Personio und Recruitee) und Mindestlaufzeiten. onlyfy verlangt zum Beispiel 12 Monate Laufzeit mit drei Monaten Kündigungsfrist, eRecruiter sechs Monate Kündigungsfrist.
Gibt es ein kostenloses Bewerbermanagementsystem?
Ja, aber nur mit engen Grenzen. Zoho Recruit erlaubt im Forever-Free-Plan eine aktive Stelle pro Recruiter-Lizenz. Breezy HR bietet mit Bootstrap ebenfalls eine aktive Stelle, zeigt aber nur Kandidaten der letzten 30 Tage. Odoo Recruitment ist kostenlos, solange es die einzige genutzte Odoo-App ist, veröffentlicht aber nativ nicht bei StepStone, XING oder der BA. OpenCATS ist Open Source und wird 2026 wieder aktiv gepflegt, muss aber selbst gehostet und abgesichert werden.
JOIN, lange der bekannteste Gratis-Anbieter, hat den kostenlosen Tarif für Neukunden 2026 abgeschafft. Kostenlos bleibt die Veröffentlichung in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, die du auch ohne ATS direkt nutzen kannst. Mehr zu Gratis-Optionen und ihren Grenzen steht im Recruiting-CRM-Vergleich.
KI im ATS: Was 2026 erlaubt ist
Fast jedes ATS hat 2026 KI-Funktionen: Anzeigentexte, Zusammenfassungen von Lebensläufen, Matching, Screening-Agenten und Interview-Assistenten. Rechtlich wichtig ist die Unterscheidung zwischen Hilfsfunktionen und Funktionen, die Bewerber auswählen oder bewerten.
- Hochrisiko nach dem EU AI Act: KI-Systeme, die Bewerbungen filtern, bewerten oder Kandidaten auswählen, stehen in Anhang III der KI-Verordnung. Die zugehörigen Pflichten, etwa Risikomanagement, Dokumentation und menschliche Aufsicht, gelten nach dem Digital-Omnibus-Paket ab dem 2. Dezember 2027.
- Transparenz schon heute: Seit August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Art. 50 der KI-Verordnung. Spricht ein Chatbot oder eine Sprach-KI mit Bewerbern, muss für sie erkennbar sein, dass sie mit einer KI kommunizieren.
- Keine automatischen Absagen: Nach Art. 22 DSGVO darf eine Absage nicht ausschließlich auf einer automatisierten Entscheidung beruhen. Ein Mensch prüft die Vorschläge und entscheidet.
- Betriebsrat: KI-Funktionen, die Leistung oder Verhalten auswerten können, sind mitbestimmungspflichtig. Systeme, deren KI sich je Funktion abschalten lässt, erleichtern die Einführung.
Frag Anbieter konkret: Welche KI-Funktionen gibt es, auf welchen Servern laufen sie, mit welchem Modell, wie werden sie abgerechnet, und welche Dokumentation gibt es für den AI Act? d.vinci stuft die eigene Recruiting-KI offen als Hochrisiko ein und betreibt sie auf EU-Servern, rexx bietet eine anonymisierte Vorauswahl. Wie recruiting.ki damit umgeht, steht im Beitrag zum EU AI Act.
In sechs Schritten zum passenden ATS
- 1
Anforderungen sammeln
Wie viele Stellen pro Jahr, wie viele Bewerbungen, welche Standorte, welche Nutzer? Welche Kanäle sind Pflicht (BA, StepStone, XING, Indeed), und welche Systeme müssen angebunden werden (HR-Software, Lohn, Kalender)?
- 2
Shortlist mit drei Anbietern
Filtere nach Zielgruppe und Preismodell. Ein Betrieb mit drei offenen Stellen braucht kein Enterprise-System, ein Konzern kein Tool mit Preis pro Stelle.
- 3
Demo mit einer echten Stelle
Lass dir den Prozess an einer deiner offenen Stellen zeigen: Anzeige, Bewerbung vom Handy, Vorauswahl, Interviewtermin, Absage. Hol einen Fachbereich dazu.
- 4
Datenschutz und Betriebsrat klären
Fordere AVV, Hosting-Nachweis, Liste der Unterauftragnehmer, Löschkonzept und KI-Dokumentation an. Binde den Betriebsrat früh ein, denn die Einführung ist mitbestimmungspflichtig.
- 5
Testphase mit echten Bewerbungen
Nutze die Testphase (bei JOIN 14 Tage, bei Recruitee 18 Tage) mit echten Stellen. Miss, wie schnell Bewerber eine erste Rückmeldung bekommen.
- 6
Einführung und Migration planen
Übernimm Altdaten nur, wenn sie noch gespeichert werden dürfen. Lege Vorlagen, Workflows und Rechte vor dem Start an und schule alle Nutzer, auch die Fachbereiche.
Diese Fragen solltest du in der ATS-Demo stellen
- Wie veröffentliche ich eine Stelle bei der Bundesagentur, StepStone, Indeed und XING, und was kostet jede Anbindung?
- Wie sieht die Bewerbung auf dem Handy aus, und wie lange dauert sie?
- Wie lösche oder anonymisiere ich Bewerberdaten automatisch nach sechs Monaten?
- Wo liegen die Daten, wer sind die Unterauftragnehmer, und bekomme ich einen AVV?
- Welche KI-Funktionen gibt es, wie werden sie abgerechnet, und kann ich sie einzeln abschalten?
- Wie binde ich Führungskräfte ein, und kosten ihre Logins extra?
- Welche Schnittstellen gibt es zu unserer HR- und Lohnsoftware?
- Wie lang sind Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist, und wie bekomme ich meine Daten am Ende zurück?
- Was kostet die Einrichtung, und wie lange dauert sie realistisch?
- Welche Kunden in unserer Branche und Größe nutzen das System, und dürfen wir mit einem davon sprechen?
Fazit: Das beste ATS ist das, in dem genug Bewerber landen
Für die reine Verwaltung von Bewerbungen gibt es gute Systeme für jede Größe: JOIN für kleine Betriebe, softgarden und Recruitee für den Mittelstand, d.vinci und SmartRecruiters für große Unternehmen, zvoove und HR4YOU für Personaldienstleister. Entscheidend ist aber, ob überhaupt genug passende Bewerbungen ankommen. Genau dort gewinnt recruiting.ki: Kampagnen, sofortige Antwort, KI-Vorqualifizierung und Bewerbermanagement in einem System, auf Wunsch angebunden an deine bestehende HR-Software.
„Einfach zu bedienen und beeindruckend schnell. Für die Einarbeitung braucht man kein Expertenwissen, und die erste Kampagne war direkt ein voller Erfolg: 27 Bewerber in einer Woche, mehrere davon in der engeren Auswahl und vier Gespräche bereits terminiert. Zwei davon haben schon stattgefunden und waren sehr interessant, und das bei Kosten von unter 5 Euro pro Bewerber. Die nächste Kampagne läuft schon. recruiting.ki: ein rundum zufriedenstellendes Ergebnis.“

Alwin Gericke
Geschäftsführer, Hotel Terrassenhof GmbH
Mehr dazu: recruiting.ki für Unternehmen und der Beitrag zur ATS-Integration.
So haben wir verglichen
Platz 1 belegt recruiting.ki als unser eigenes Produkt, weil es neben dem Bewerbermanagement die Bewerbergewinnung und Vorqualifizierung übernimmt. Für die übrigen Plätze haben wir über 30 Bewerbermanagementsysteme gesichtet und die elf ausgewählt, die im deutschsprachigen Markt die größte Rolle spielen und deutsche Jobbörsen bedienen können. US-Systeme ohne Anbindung an die Bundesagentur für Arbeit haben wir bewusst nicht in die Rangliste aufgenommen. Grundlage sind öffentlich zugängliche Informationen: Preisseiten, Produktdokumentationen, Hilfebereiche, Datenschutz- und Sicherheitsseiten sowie Pressemitteilungen der Anbieter, abgerufen am 18. Oktober 2026.
Bewertet haben wir nach sieben Kriterien: Funktionsumfang für die Zielgruppe, Anbindung an deutsche Jobbörsen, Preis und Vertragsmodell, Datenschutz und Hosting, Löschkonzept, KI-Funktionen und Integrationen. Wir haben die Systeme nicht selbst im Produktivbetrieb getestet. Wo Angaben fehlen oder unklar sind, steht das ausdrücklich dabei. Bezahlte Platzierungen gibt es nicht. Korrekturen nehmen wir gern unter [email protected] entgegen.
Häufige Fragen
Welches ist das beste Bewerbermanagementsystem 2026?
Unsere Empfehlung ist recruiting.ki, unser eigenes Produkt: Es gewinnt Bewerber über Social Ads, antwortet sofort per WhatsApp und Telefon, qualifiziert per KI vor und verwaltet alle Kandidaten in einer Pipeline. Als klassisches ATS sind softgarden und Personio im Mittelstand stark, JOIN für kleine Betriebe, d.vinci für große Unternehmen und zvoove für Personaldienstleister.
Was ist ein ATS?
Ein ATS (Applicant Tracking System) ist eine Software, die den Bewerbungsprozess von der Stellenanzeige bis zur Zu- oder Absage abbildet: Veröffentlichung auf Karriereseite und Jobbörsen, Sammeln der Bewerbungen, Kommunikation, Interviewplanung, Auswahl mit Fachbereichen und Löschung nach Fristablauf.
Was ist der Unterschied zwischen ATS und Bewerbermanagementsystem?
Keiner. ATS ist die englische Abkürzung für Applicant Tracking System, im Deutschen heißt dasselbe meist Bewerbermanagementsystem oder Bewerbermanagement-Software. Abzugrenzen ist das ATS vom Recruiting-CRM, das Beziehungen zu Kandidaten unabhängig von einer offenen Stelle pflegt.
Welche Bewerbermanagementsysteme gibt es?
Es gibt sechs Typen: KI-Recruiting-Plattformen mit Bewerbermanagement (recruiting.ki), HR-Suiten mit Recruiting-Modul (Personio, rexx), eigenständige ATS für den Mittelstand (softgarden, d.vinci, JOIN, Recruitee, onlyfy), Enterprise-Plattformen (SmartRecruiters), Agentur-ATS mit CRM (Bullhorn) und Branchenlösungen für die Zeitarbeit (zvoove, HR4YOU).
Was kostet ein Bewerbermanagementsystem?
Das hängt vom Preismodell ab. JOIN kostet ab 17 € pro Stelle und Monat, onlyfy ab 150 € und softgarden ab 199 € pro Monat, d.vinci ab 785 € pro Monat. Personio, rexx, Recruitee, BITE, zvoove und HR4YOU nennen Preise nur auf Anfrage. Dazu kommen oft Einrichtung, Stellenanzeigen und KI-Credits.
Gibt es ein kostenloses Bewerbermanagementsystem?
Ja, mit engen Grenzen: Zoho Recruit (eine aktive Stelle), Breezy HR Bootstrap (eine aktive Stelle, Kandidaten der letzten 30 Tage), Odoo Recruitment (kostenlos als einzige App) und OpenCATS (Open Source, selbst gehostet). JOIN bietet Neukunden seit 2026 keinen Gratis-Tarif mehr.
Welches ATS ist das beste für den Mittelstand?
Wenn zu wenige passende Bewerbungen ankommen, recruiting.ki, weil es Bewerber selbst gewinnt und vorqualifiziert. Als reines ATS passen softgarden (transparenter Einstieg, Server in Deutschland), Personio (HR und Recruiting zusammen), Recruitee (EU-Hosting, viele Integrationen) oder onlyfy (XING-Reichweite), bei sehr vielen Bewerbungen d.vinci.
Welches ATS eignet sich für Personaldienstleister?
Personaldienstleister mit Arbeitnehmerüberlassung brauchen neben dem Bewerbermanagement Disposition, Zeiterfassung, Lohn und AÜG-Regeln wie Equal Pay. Das bilden zvoove und HR4YOU ab. Internationale Agenturgruppen nutzen oft Bullhorn. Für reine Personalvermittlung lohnt der Blick in unseren Recruiting-CRM-Vergleich.
Wo sollten die Server eines ATS stehen?
Am einfachsten ist es mit Servern in der EU oder in Deutschland plus Auftragsverarbeitungsvertrag. In Deutschland hosten zum Beispiel softgarden, d.vinci, rexx, BITE und Recruitee, in der EU unter anderem JOIN. Bei US-Hosting brauchst du eine Grundlage für den Drittlandtransfer, etwa das EU-US Data Privacy Framework.
Wie lange darf man Bewerberdaten speichern?
Nach einer Absage in der Regel bis zu sechs Monate. Die Frist ergibt sich aus zwei Monaten für Ansprüche nach § 15 Abs. 4 AGG plus drei Monaten Klagefrist nach § 61b ArbGG. Für eine längere Speicherung, etwa im Talentpool, brauchst du eine informierte Einwilligung. Gute ATS löschen automatisch.
Muss der Betriebsrat bei der Einführung eines ATS zustimmen?
In der Regel ja. Ein ATS kann Verhalten oder Leistung der Nutzer auswerten, damit greift das Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Betreffen Fragebögen oder Auswahlkriterien die Bewerber, kommen die Rechte nach §§ 94 und 95 BetrVG hinzu. Binde den Betriebsrat deshalb früh ein.
Darf KI Bewerber automatisch aussortieren?
Nein. Nach Art. 22 DSGVO darf eine Absage nicht ausschließlich auf einer automatisierten Entscheidung beruhen, ein Mensch muss prüfen und entscheiden. KI, die Bewerber filtert oder bewertet, gilt zudem nach dem EU AI Act als Hochrisiko-System, mit Pflichten ab dem 2. Dezember 2027.
Kann man ein ATS mit der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit verbinden?
Ja, über die Schnittstelle HR-BA-XML. Manche Systeme verlangen dafür einen eigenen Kooperationsvertrag mit der BA (zum Beispiel softgarden), andere veröffentlichen ohne eigenes BA-Konto (zum Beispiel JOIN). d.vinci und BITE unterstützen zusätzlich den Vermittlungsauftrag.
Wie lange dauert die Einführung eines ATS?
Einfache Systeme wie JOIN sind in wenigen Tagen eingerichtet. HR-Suiten und Systeme mit Beratungspaket, Schnittstellen und Datenmigration brauchen deutlich länger. Den größten Zeitfaktor sind oft Datenschutzprüfung und Betriebsrat, plane beides von Anfang an ein.
Quellen
Stand der Angaben: Oktober 2026. Preise und Funktionen ändern sich; maßgeblich sind die aktuellen Angaben der Anbieter.
- Personio: Pläne
- softgarden: Preise
- d.vinci: Preise
- rexx systems: Preise
- JOIN: Preise
- Recruitee: Pricing
- onlyfy: Preise Bewerbungsmanager
- BITE: Angebot anfordern
- SmartRecruiters: Pricing
- zvoove: Pakete für Personaldienstleister
- HR4YOU: Software für Arbeitnehmerüberlassung
- Bullhorn: Preise Deutschland
- coveto: Preise
- Zoho Recruit: Preise
- Odoo: Preise und One App Free
- Breezy HR: Pricing
- OpenCATS auf GitHub
- Personio: Recruiting-Pakete
- Personio: Pressemitteilung Profitabilität und Übernahme von aurio
- softgarden: Auftragsverarbeitungsvertrag (Löschfristen)
- softgarden: Anbindung der Bundesagentur per HR-BA-XML
- d.vinci: Künstliche Intelligenz
- d.vinci: Partner Bundesagentur für Arbeit
- rexx systems: StepStone-Schnittstelle
- JOIN: Multiposting
- JOIN: Preisseite im Archiv (April 2026)
- Tellent Marketplace: Bundesagentur für Arbeit
- Tellent: Übernahme von FunnelBridge
- BITE: Meldepflicht an die Arbeitsagentur
- SAP: Übernahme von SmartRecruiters abgeschlossen
- SmartRecruiters: Unterstützte Jobbörsen
- CIO: SAP ersetzt SuccessFactors Recruiting durch SmartRecruiters
- zvoove: zvoove Recruit
- Workable: Unterstützte Jobbörsen
- Greenhouse: StepStone-Integration
- eRecruiter: Preise
- Perbility: concludis
- StepStone: Stellenanzeige aufgeben
- Bundesagentur für Arbeit: Stellenangebot melden
- Gibson Dunn: EU AI Act Omnibus, verschobene Hochrisiko-Fristen
- Art. 22 DSGVO: Automatisierte Entscheidungen
- § 87 BetrVG: Mitbestimmungsrechte
- § 15 AGG: Entschädigung und Schadensersatz
- § 61b ArbGG: Klage wegen Benachteiligung
